Alle Infos in unserem Live-TickerLungenarzt warnt – Rauch von Waldbränden kann tödlich sein

Lungenarzt warnt eindringlich: So gefährlich ist Rauch von Waldbränden.
Lungenarzt warnt eindringlich: So gefährlich ist Rauch von Waldbränden.
tb, Thomas Banneyer/dpa, Thomas Banneyer

Verheerende Waldbrände wüten in Europa – und teilweise auch in Deutschland.
In den vergangenen Monaten waren vor allem Spanien und Frankreich betroffen. Doch plötzlich bangen auch in der Eifel in Nordrhein-Westfalen Tausende Menschen um ihre Heimat. Die Bedrohung ist vor der Haustür angekommen. Alle aktuellen Entwicklungen zu den Waldbränden und der Hitzewelle im In- und Ausland lest ihr hier im Live-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Lynn Michel

Lungenarzt warnt: Rauch von Waldbränden kann tödlich sein 

Waldbrandrauch ist nicht nur unangenehm – er kann im schlimmsten Fall sogar tödlich sein. Der Leverkusener Lungenarzt Norbert Karl Mülleneisen warnt eindringlich vor den gesundheitlichen Gefahren durch Rauch und Feinstaub. Besonders problematisch sei der Feinstaub, der bei Waldbränden in großen Mengen freigesetzt wird. Wer ihn über längere Zeit einatmet, riskiert laut Mülleneisen nicht nur Atemwegsprobleme, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders gefährdet seien Kinder, Schwangere und Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen.

„In den USA und Australien, wo es viele Waldbrände gibt, ist es gut belegt, dass es zu vermehrten Todesfällen führt“, erklärt der Lungenarzt gegenüber dem WDR. Auch langfristige Folgen seien möglich: Bei Bränden könnten unter anderem krebserregende Stoffe freigesetzt werden. Brennt Moor, könne zudem hochgiftiges Kohlenmonoxid entstehen.

Sein Rat: Möglichst großen Abstand zum Brandgebiet halten. Wer in der Nähe bleiben muss, sollte Türen und Fenster geschlossen halten. Auch eine FFP2-Maske könne einen gewissen Schutz bieten. 
Fabian Klein

Bundeswehr hilft bei Flammen-Kampf im Hohen Venn

Die Bundeswehr beteiligt sich aus der Luft an der Bekämpfung des Waldbrandes in Belgien. Dazu würden zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 bereitgestellt, die Löschwasserbehälter tragen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. 
„Der Einsatz beginnt noch heute und ist zunächst für sieben Tage vorgesehen", erklärte das Ministerium.
Die Transporthubschrauber sind mit einem sogenannten Bambi Bucket bestückt, einem faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Mit jedem einzelnen Flug können damit 2.000 Liter Löschwasser abgelassen werden. 
Der Waldbrand im Hohen Venn direkt an der Grenze zu Deutschland ist der größte der belgischen Geschichte. Die Bundeswehr hat sich mit den Transporthubschraubern bereits am großen Löscheinsatz gegen das Feuer bei Hürtgenwald in der Nordeifel beteiligt. 
Lynn Michel

Löschhubschrauber wieder im Einsatz! Feuer im Hohen Venn breitet sich nicht weiter aus

Die Löscharbeiten beim Brand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn direkt an der deutschen Grenze werden am Montagmorgen wieder intensiviert. Bei Tageslicht nehmen auch die Löschhubschrauber ihren Einsatz wieder auf, wie Franz-Karl Boden, stellvertretender Bürgermeister von Monschau, der Deutschen Presse-Agentur sagte. In der Nacht habe sich das Feuer nicht weiter ausgebreitet, zudem regne es inzwischen leicht. Derzeit gehen die Behörden nicht davon aus, dass die Flammen auf deutsches Gebiet übergreifen.
Rund 30 Bewohner des Monschauer Stadtteils Kalterherberg waren am Sonntagabend wegen einer möglichen starken Rauchbelastung vorsorglich evakuiert worden. Die meisten kamen bei Freunden oder Verwandten unter.

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Seit Donnerstagnachmittag (13. August) standen in der Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren etwa 30 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hatte sich in der Nacht zum Freitag (14. August) deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen mussten deshalb ihre Häuser verlassen. Inzwischen hat sich die Lage glücklicherweise wieder entspannt.