Sachsen-Anhalt-Wahl im Live-TickerStunde der Wahrheit für den Kanzler: Um 13.30 Uhr spricht Friedrich Merz

Für Friedrich Merz wird es immer bedrohlicher.
Für Friedrich Merz wird es immer bedrohlicher.
IMAGO/Future Image, IMAGO/Ulrich Stamm

Nach dem Erdbusch-Sieg bei de Landtagswahl will die AfD will in Sachsen-Anhalt regieren.
Sollte es dazu kommen, wäre das historisch. Für eine Alleinregierung der als rechtsextremistisch eingestuften Partei reicht es laut der Hochrechnungen nicht. Wahlsieger Ulrich Siegmund (35) setzt möglicherweise auf Überläufer aus der CDU. Er bringt aber auch Neuwahlen ins Spiel. Für Bundeskanzler Friedrich Merz (70, zeitgleich CDU-Chef) wird es immer bedrohlicher.

Liveblog: Historische Wahl in Sachsen-Anhalt

Wichtige Updates
Annika Redmer

Das ist das vorläufige Wahlergebnis

Die AfD hat die Wahl in Sachsen-Anhalt mit großem Vorsprung gewonnen, die absolute Mehrheit nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis am frühen Montagmorgen aber verfehlt:
  • AfD: 43, 8 %
  • CDU: 17,2 %
  • SPD: 9,3 %
  • Grüne: 8,9 %
  • Linke: 8,6 %
  • BSW: 5,3 %
  • FDP: 2,6 %
Die Wahlbeteiligung lag bei 77,8 Prozent. 
Roger Saha

Stunde der Wahrheit für Friedrich Merz: Um 13.30 Uhr spricht der Kanzler


Die Spitzengremien der Parteien im Bund beraten am Montag in Berlin über den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Dabei dürfte es vor allem um mögliche Konsequenzen aus dem klaren Wahlsieg der AfD in dem Bundesland gehen. Den Auftakt machen die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla (10.15 Uhr). Es folgt Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner (12.45 Uhr). Danach tritt CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze vor die Presse (13.30 Uhr).
SPD-Chef Lars Klingbeil hält darauf eine Pressekonferenz gemeinsam mit Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann (14.00 Uhr). Zeitgleich tun dies auch Grünen-Parteichef Felix Banaszak und die Spitzenkandidatin der Landes-Grünen, Suse Sziborra-Seidlitz. Schon am Vormittag (11.00 Uhr) äußert sich auch FDP-Chef Wolfgang Kubicki, dessen Partei nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag nun auch am Wiedereinzug in den Landtag in Sachsen-Anhalt scheiterte.
Roger Saha

Bundeskanzler Merz abgetaucht


Der historische AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt war auch eine historische Niederlage von CDU-Chef Friedrich Merz. Nach RTL-Informationen war der Bundeskanzler Sonntagabend in der Parteizentrale in Berlin. Öffentlich äußerte er sich aber nicht. Stattdessen ließ er seine neue Kanzleramtsministerin das Drama erklären. Kanzleramtsministerin Nina Warken sprach von einer "Zäsur" für die CDU. Es sei ein "sehr, sehr schwieriges Ergebnis", fügte die CDU-Politikerin im ZDF hinzu. Für die Bundesregierung sei dies eine schwierige Situation. Ein Problem sei, dass die angestoßenen Reformen erst ihre Wirkung entfalten müssten.

Es halten sich Gerüchte, dass Merz sich am Montag im Fernsehen erklären wird.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche