Sachsen-Anhalt-Wahl im Live-Ticker„Flachzangen”-Streit live im TV! Pantisano und Chrupalla gehen aufeinander los 

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Luigi Pantisano, Parteivorsitzender der Partei Die Linke, bezeichnet Tino Chrupalla als „Flachzange”
picture alliance/dpa | Carsten Koall

Wer regiert künftig in Magdeburg?
Sachsen-Anhalt hat gewählt. Die Wahllokale sind seit 18 Uhr dicht. Die als gesichert rechtsextrem geltende AfD in Sachsen-Anhalt hat die Landtagswahl am Sonntag nach ersten Prognosen von ARD und ZDF mit deutlichem Abstand gewonnen. Ob die Partei die absolute Mehrheit errungen hat, blieb zunächst unklar. In unserem Live-Ticker halten wir euch über alle wichtigen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Liveblog: Prognosen, Hochrechnungen, erste Reaktionen nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Wichtige Updates
Anke Jonschker

Flachzangen-Streit live im TV! Pantisano und Chrupalla gehen aufeinander los 


Da fliegen nach der Landtagswahl die Fetzen! Linken-Chef Luigi Pantisano und AfD-Chef Tino Chrupalla geraten in einer ARD-Sendung heftig aneinander.
„Herr Chrupalla, Sie sind die größte Flachzange, die in Berlin rumläuft“, schleudert Pantisano dem AfD-Politiker entgegen. Chrupalla kontert später: „Im Gegensatz zu Ihnen weiß ich, was wenigstens eine Flachzange ist.“ Schließlich habe er bereits 25 Jahre gearbeitet.

Doch damit ist der Schlagabtausch längst nicht beendet. Pantisano legt nach: „Sie lügen einfach nur die ganze Zeit, von morgens bis abends. Sie sind einfach nur verlogen.“

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf wird es schließlich zu viel. „Ich finde es gerade ein bisschen unerträglich“, sagt er. „Ich glaube, das Letzte, was die Leute jetzt wollen, ist, dass wir uns hier gegenseitig beschimpfen.“

Kurios: Die „Flachzange“ zieht sich mittlerweile regelrecht durch den Wahlkampf. AfD-Chefin Alice Weidel hatte Regierende in Deutschland zuvor pauschal so bezeichnet. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wiederum nannte Noch-Ministerpräsident Sven Schulze politisch eine „Flachzange“ – menschlich allerdings ausdrücklich nicht.

Quelle: dpa
Der Linken-Parteivorsitzende Luigi Pantisano
Der Linken-Parteivorsitzende Luigi Pantisano. picture alliance/dpa | Carsten Koall
Tino Chrupalla ist AfD-Bundes- und Fraktionsvorsitzender
Tino Chrupalla ist AfD-Bundes- und Fraktionsvorsitzender. picture alliance/dpa | Michael Brandt
Anke Jonschker

Grünen-Spitzenkandidatin warnt AfD-Wähler vor „bitterem Erwachen“ 

 
Klare Worte von Susan Sziborra-Seidlitz nach dem starken Abschneiden der AfD: Die Grünen-Spitzenkandidatin glaubt, dass ein Teil der AfD-Wähler seine Entscheidung noch bereuen könnte. 
„Da wird es ein bitteres Erwachen für viele von den Wählerinnen und Wählern geben“, sagt Sziborra-Seidlitz der dpa. Sie verweist auf Befragungen im Umfeld großer AfD-Wahlveranstaltungen. Diese hätten ihrer Ansicht nach gezeigt, dass sich viele AfD-Wähler zuvor nicht intensiv mit dem Parteiprogramm beschäftigt hätten. 
Die Grünen-Politikerin ist überzeugt, dass die Wünsche und Bedürfnisse dieser Menschen durch die AfD nicht erfüllt würden. 
Nach den jüngsten Hochrechnungen kommt die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf 44,4 Prozent. Die Grünen liegen bei 8,5 Prozent und würden damit erneut in den Landtag einziehen. 

Quelle: dpa
Die grüne Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz
Die grüne Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz. IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Roger Saha

Panik in der CDU: Parteichef in Baden-Württemberg warnt vor Diskussion über Friedrich Merz



Der baden-württembergische CDU-Chef Manuel Hagel hat seine Partei nach den dramatischen Verlusten in Sachsen-Anhalt vor Personaldiskussionen um Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz gewarnt. «Das wäre, glaube ich, jetzt das Falscheste, was man machen kann, wenn wir Personaldiskussionen führen», sagte Hagel in einem Videointerview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin auf die Frage, ob Merz nun Probleme durch das Ergebnis der Landtagswahl bekommen werde.
Die Menschen wollten Veränderung, ergänzte Hagel. «Diese Veränderung muss jetzt möglich sein durch weniger Streit, mehr Reformen, mehr Ambition.» Die Menschen müssten «spüren, dass die politische Mitte die Kraft hat, diese Probleme zu lösen» - und zwar so, «dass sie es im Alltag spüren und dass sich was ändert im Alltag. Und dann wird auch der Glaube zurückkommen an die Lösungskompetenz der Mitte.» 
Hagel sprach von einem schlimmen und bitteren Ergebnis für die Christdemokratie. Die Menschen in Sachsen-Anhalt sagten damit auch, «dass sie sich nicht gehört fühlen, dass ihnen vielleicht das Vertrauen fehlt, dass die entscheidenden Veränderungen möglich sind». Deshalb müsse für die Bundespolitik jetzt gelten: «Stabilität, aber vor allen Dingen auch weniger Streit und mehr Reformen.» 
Der CDU-Chef von Baden-Württemberg: Manuel Hagel
Der CDU-Chef von Baden-Württemberg: Manuel Hagel. Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche