Alle Infos in unserem Live-TickerKampf gegen Feuer im Hohen Venn geht weiter – jetzt steigen die Löschhubschrauber auf

Ein Hubschrauber der belgischen Polizei fliegt über dem Hohen Venn. (16. August)
Ein Hubschrauber der belgischen Polizei fliegt über dem Hohen Venn. (16. August)
dpa, Christoph Reichwein/dpa, Christoph Reichwein

Bilder von verheerenden Bränden sind bisher weit weg gewesen.
Große Feuer wüteten in den vergangenen Monaten etwa in Spanien und Frankreich. Doch plötzlich bangen auch in der Eifel in Nordrhein-Westfalen Tausende Menschen um ihr Zuhause, um ihre Heimat. Die Bedrohung ist quasi vor der Haustür angekommen. Alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand in NRW lest ihr hier im Live-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Lynn Michel

Löschhubschrauber wieder im Einsatz! Feuer im Hohen Venn breitet sich nicht weiter aus

Die Löscharbeiten beim Brand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn direkt an der deutschen Grenze werden am Montagmorgen wieder intensiviert. Bei Tageslicht nehmen auch die Löschhubschrauber ihren Einsatz wieder auf, wie Franz-Karl Boden, stellvertretender Bürgermeister von Monschau, der Deutschen Presse-Agentur sagte. In der Nacht habe sich das Feuer nicht weiter ausgebreitet, zudem regne es inzwischen leicht. Derzeit gehen die Behörden nicht davon aus, dass die Flammen auf deutsches Gebiet übergreifen.
Rund 30 Bewohner des Monschauer Stadtteils Kalterherberg waren am Sonntagabend wegen einer möglichen starken Rauchbelastung vorsorglich evakuiert worden. Die meisten kamen bei Freunden oder Verwandten unter.
Fabian Klein

Bundeswehr hilft bei Flammen-Kampf im Hohen Venn

Die Bundeswehr beteiligt sich aus der Luft an der Bekämpfung des Waldbrandes in Belgien. Dazu würden zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 bereitgestellt, die Löschwasserbehälter tragen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. 
„Der Einsatz beginnt noch heute und ist zunächst für sieben Tage vorgesehen", erklärte das Ministerium.
Die Transporthubschrauber sind mit einem sogenannten Bambi Bucket bestückt, einem faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Mit jedem einzelnen Flug können damit 2.000 Liter Löschwasser abgelassen werden. 
Der Waldbrand im Hohen Venn direkt an der Grenze zu Deutschland ist der größte der belgischen Geschichte. Die Bundeswehr hat sich mit den Transporthubschraubern bereits am großen Löscheinsatz gegen das Feuer bei Hürtgenwald in der Nordeifel beteiligt. 
Camilla Koziol

Feuer im Hohen Venn in Belgien nur noch 25 Kilometer von deutscher Grenze entfernt

Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der Grenze zu Deutschland kämpfen Feuerwehrleute, Löschflugzeuge und Landwirte weiter gegen den größten Waldbrand in der jüngeren Geschichte Belgiens. "Wenn wir das Feuer nicht eingrenzen können, könnte es Deutschland erreichen, wir sind nur noch 25 Kilometer von der Grenze entfernt", sagte der örtliche Feuerwehrchef Luc Burette am Sonntagnachmittag.
"Wir halten durch, weil jeder will, dass es aufhört", sagte der Feuerwehrmann Grégory Mélotte, der am Sonntag seine dritte Schicht im Einsatz gegen die Flammen absolvierte. Bislang sei das Feuer, das seit Freitag fast 3000 Hektar Vegetation vernichtet hat, nicht unter Kontrolle. Am Sonntagnachmittag waren laut Feuerwehr weiterhin mehrere Brandherde aktiv. Auffrischender Wind erschwere die Lage, sagte Feuerwehrchef Burette: "Wir haben noch einmal einen kompletten Löschzug Verstärkung angefordert."
Im nahe der Grenze zu Belgien gelegenen Monschau in Nordrhein-Westfalen sei kaum noch Rauch aus dem belgischen Brandgebiet zu bemerken, erklärte die dortige Stadtverwaltung am frühen Sonntagabend. Bewohnern grenznaher Gebiete wurde jedoch geraten, diese Bereiche zu verlassen. Feuerwehren aus Aachen und Umgebung sollten gemeinsam die Löschtrupps im benachbarten Belgien unterstützen.
Die Landschaft erschwert den Löscheinsatz im Hohen Venn: Das Naturschutzgebiet besteht neben Wald vor allem aus Torfflächen und Heideland, in denen schweres Gerät schnell einsinkt. Die Einsatzkräfte können deshalb nicht nahe an die Brandherde vordringen. Löschhubschrauber aus Belgien und den Niederlanden sind im Einsatz, zwei Löschflugzeuge aus Schweden trafen am Sonntagnachmittag ein.
Zahlreiche Landwirte unterstützten die Löscharbeiten im Hohen Venn und brachten mit ihren Traktoren Wassertanks an die Einsatzorte. "Im Moment stehen hier 15 Trecker Schlange, um nachzufüllen", sagte Jean-Pierre Robert, der ein Hotel an einem nahegelegenen See betreibt. "Wir haben alle Zäune geöffnet, um den Zugang zum See freizumachen."
Camilla Koziol

Drei Tote bei Waldbränden auf griechischer Insel Salamis und in Spanien

Bei Waldbränden in Griechenland und Spanien sind am Wochenende drei Menschen ums Leben gekommen. Auf der griechischen Insel Salamis nahe Athen wurden in der Nähe des Strands zwei Leichen geborgen, wie ein Feuerwehrsprecher am Sonntag sagte. Hunderte Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In der nordostspanischen Region Aragón starb ein Soldat bei der Bekämpfung eines Waldbrands.

Auf Salamis waren nahezu zeitgleich zwei Waldbrände in der Nähe beliebter Badestellen im Süden und Osten der Insel ausgebrochen. Bis zum Abend wurden mehr als 570 Menschen mit Patrouilleschiffen der Küstenwache und anderen Booten evakuiert, wie eine Sprecherin der Küstenwache sagte. Für zwei Menschen, Berichten zufolge ein älteres Paar, sei die Hilfe allerdings zu spät gekommen, sagte Feuerwehr-Kommunikationschef Vassilis Vathrakogiannis mit Blick auf die Todesopfer.

Das griechische Zivilschutzministerium hatte in kurzer Folge insgesamt vier Evakuierungsanordnungen für Salamis veröffentlicht, weil an den beliebten Stränden Peristeria im Süden und Selinia im Osten der Insel "fast gleichzeitig" Brände ausgebrochen waren, wie Behördensprecher Giannis Artopios dem Fernsehsender ERT sagte. "Es ist ein schwieriges Feuer... in bewohntem Gebiet", fügte er hinzu.

Wegen heftigen Winds hatten sich die Feuer binnen Minuten ausgebreitet. Griechische Fernsehsender zeigten Bilder von völlig ausgebrannten Häusern. Laut der griechischen Nachrichtenagentur ANA wurden neun Menschen wegen Verbrennungen behandelt.

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Seit Donnerstagnachmittag stehen in der Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren inzwischen etwa 30 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hat sich in der Nacht zum Freitag (14. August) deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen mussten deshalb bereits ihre Häuser verlassen.