Alle Infos in unserem Live-TickerEin-Kilometer-Feuerfront frisst sich gefährlich nah an deutsche Grenze heran

Nachtaufnahme: Waldbrand im Hohen Venn hinter Windkrafträdern bei Kleinhau
Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn ertstreckt sich mittlerweile über einen Kilometer.
IMAGO/Marc John

Hunderte Helfer kämpfen weiter gegen die Feuerwalze im Hürtgenwald!
Rund 300 Hektar sind von dem Großbrand in der Eifel betroffen, die Bewohner von Gey können weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Tag und Nacht kämpfen die Helfer gegen die Flammen – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich mindestens bis Montag dauern. Alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand in NRW lest ihr hier im Live-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Svenja Hoffmann

Feuerfront in Belgien schon mehr als einen Kilometer breit

Der Waldbrand in Belgien an der Grenze zu Deutschland weitet sich aus. Einsatzkräfte hoffen, dass Verstärkung aus dem Ausland und kühlere Temperaturen dazu beitragen, das Feuer im Naturschutzgebiet Hohe Venn unter Kontrolle zu bringen. 

Die Feuerfront erstreckte sich am Sonntagmorgen über einen Kilometer, wie der öffentlich-rechtliche Sender RTBF berichtete. Das Feuer änderte dem Bericht zufolge in der Nacht wegen wechselnder Winde mehrmals seine Richtung. Unter Kontrolle ist die Feuerfront noch nicht.
Der Brand, der als größter Waldbrand in der Geschichte Belgiens gilt, hatte bis Samstagabend nach Angaben der lokalen Behörden rund 2.700 Hektar Land zerstört. Neben den wechselnden Winden erschwert das unwegsame Gelände des Hohen Venns die Löscharbeiten. Nur wenige Straßen führen in das Gebiet, und ausgedehnte Torfmoore machen die Brandbekämpfung schwierig. 
Zum Vergleich: Beim Brand im nur 20 Kilometer von Monschau entfernten Hürtgenwald in der Eifel sind nach Angaben des Kreises Düren etwa 300 Hektar Wald vom Feuer betroffen.

Feuer an der Grenze zu NRW
Es wird befürchtet, dass sich die Feuerfront in Richtung Nordrhein-Westfalen ausbreitet. Die Lage auch für die Menschen in der grenznahen nordrhein-westfälischen Stadt Monschau ist deshalb angespannt.

Zusätzliche Hilfe wird am Sonntag erwartet, nachdem Belgien andere EU-Länder um Unterstützung gebeten hat, so RTBF. Feuerwehrleute aus Deutschland und Luxemburg sowie zwei Hubschrauber aus den Niederlanden sind bereits vor Ort, teilten die lokalen Behörden mit. Nach einer Hitzewelle Anfang der Woche sanken die Temperaturen in Belgien über Nacht.

Am Samstag mussten rund 600 Menschen aus zwei Gemeinden in der Nähe des Brandes evakuiert werden.
Svenja Hoffmann

SPD nimmt Strafverschärfung für Brandstiftung ins Visier

Angesichts möglicher Brandstiftung als Ursache der Waldbrände in Deutschland nimmt die SPD eine Verschärfung der Strafandrohung ins Visier. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese schlug in der Rheinischen Post vom Montag eine „Anhebung des Strafrahmens für vorsätzliche und fahrlässige Brandstiftung“ vor. Des weiteren sei ein „starker Fokus auf eine abgestimmte Waldbrandprävention zwischen Bund, Ländern und den Kreisen und Städten“ nötig. Dazu gehöre „das flächendeckende Anlegen von Löschteichen in Risikogebieten“.
Bislang können vorsätzliche Brandstiftungen mit Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr geahndet werden, fahrlässige Taten auch mit Geldstrafen. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Großen (CDU) hatte beim großen Waldbrand im Hürtgenwald erklärt, es gebe Hinweise auf Brandstiftung. „Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen“, sagte sie am Samstag. „Es macht einen stutzig.“ Gesicherte Erkenntnisse lägen aber noch nicht vor.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. „Das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten, irgendein Idiot hat das Feuer verursacht“, sagte Reul am Samstag bei einem Besuch der Einsatzkräfte vor Ort. „Darum muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen und einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem.“
Svenja Hoffmann

Bis 10.00 Uhr: Bewohner dieser Ortsteile sollen ihre Häuser verlassen

Am Samstagabend wurde es bereits angekündigt, nun wird es für die Menschen dreier Ortsteile in Monschau ernst. 
Angesichts der Ausbreitung der Feuerfront im Hohen Venn werde erwartet, dass es ab dem Vormittag zu erheblichen Rauchbelastungen und Rauchniederschlägen kommen werde, teilte die Stadt am frühen Morgen auf ihrer Webseite mit. Gesundheitliche Gefahren durch den Brandrauch seien nicht auszuschließen. 
Den Einwohnern der Ortsteile Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg westlich des Messewegs riet die Stadt, ihre Häuser bis 10.00 Uhr zu verlassen und bei Verwandten und Freunden unterzukommen. Für Menschen, die nicht eigenständig unterkommen, stellt die Stadt ab 07.00 Uhr eine Anlaufstelle zur Verfügung, wie es weiter hieß. Die Empfehlung gelte zunächst bis 18.00 Uhr.
Wegen der Ausbreitung eines großen Waldbrandes von Belgien in Richtung Deutschland ist die Lage auch für die Menschen in der grenznahen Stadt angespannt. Die Feuerfront im Hohen Venn befinde sich nur noch etwa drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, teilte die Stadt in der Nacht auf ihrer Webseite mit. Monschau liegt rund zwei Kilometer von der Grenze entfernt und direkt am Hohen Venn, einem Hochmoor zwischen Deutschland und Belgien.
Camilla Koziol

Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück

Die Bewohner des Ortsteils Gey in Hürtgenwald dürfen in ihre Häuser zurück. Das hat der Landrat des Kreises Düren am Samstag entschieden. Die 1.800 Bewohner hatten in der Nacht auf Freitag wegen des Waldbrandes in der Nordeifel das Gebiet verlassen müssen. Die Flammen waren bis auf 250 Meter an Grundstücke herangerückt.

Bei dem Waldbrand handelte es sich nach Einschätzung der Landesregierung wohl um den größten in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen. Bei seinem Besuch bei den Rettungskräften und Einsatzkräften hatte Ministerpräsident Hendrik Wüst bereits davon gesprochen, dass das Eindämmen des Waldbrandes vorankomme. Es sei in der Nacht zuvor gelungen, die Lage stabilisiert wurde, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch im Einsatzgebiet.

Der Landrat hatte am Abend noch ein Gewitter und mögliche starke Winde, welche die Flammen wieder hätten anfachen können, abgewartet, bevor die Entscheidung für die Rückkehr der Bewohner gefallen war. 

Seit Donnerstagnachmittag kämpfen über 1.400 Einsatzkräfte gegen die Flammen im Hürtgenwald in der Eifel. Nach Angaben des Kreises Düren sind etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen.
Kreis Düren on Instagram: "Bewohnerinnen und Bewohner können heute noch nach Gey zurückkehren Gute Nachricht für die Bewohnerinnen und Bewohner von Gey: sie können ab sofort zurück in ihre Häuser und Wohnungen. Die Lage rund um den evakuierten Ort hat sich so weit entspannt, dass die Menschen heimkehren können. Eine aktuelle Gefahr durch den Waldbrand besteht nicht mehr. Es ist gelungen, Gey so zu sichern, dass Flammen nicht auf den Ort übergreifen können, so Landrat Dr. Ralf Nolten. Es besteht weiter eine leichte Geruchsbelästigung. Jedem ist freigestellt, noch heute in den Ort zurückzukommen. Menschen, die in Krankenhäusern beziehungsweise Pflege- oder Senioreneinrichtungen untergebracht sind, werden morgen zur Rückführung kontaktiert. Auf bestimmten Straßen dürfen keine Autos geparkt werden, damit gegebenenfalls auch weiterhin Einsatzfahrzeuge unbehindert fahren und arbeiten können. Diese sind: Broichstraße, Dürener Straße (von der Broichstraße bis zur B 399), Fortstsraße, Oberstraße, Bergstraße, Josef-Köller-Straße, Scheffensweg. Die Polizei wird die Einhaltung dieser Regelung rigoros kontrollieren. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Gey für das Verständnis im Umgang mit dieser sehr schwierigen Situation“, betonte Landrat Dr. Nolten. Insgesamt hat sich die Lage im Hürtgenwald deutlich entspannt, auch wenn der Waldbrand nicht komplett gelöscht ist. Die Flammen konnten an einer weiteren Ausbreitung gehindert werden und wurden entsprechend eingegrenzt. Noch an zwei Stellen gibt es eine sichtbare Flammenbildung, die weiter von den Rettungskräften bekämpft wird. Mittlerweile sind rund 1600 Kräfte im Einsatz; die Löscharbeiten werden auch in den weiteren Tagen noch anhalten."
11 likes, 0 comments - kreis_dueren on August 15, 2026: "Bewohnerinnen und Bewohner können heute noch nach Gey zurückkehren Gute Nachricht für die Bewohnerinnen und Bewohner von Gey: sie können ab sofort zurück in ihre Häuser und Wohnungen. Die Lage rund um den evakuierten Ort hat sich so weit entspannt, dass die Menschen heimkehren können. Eine aktuelle Gefahr durch den Waldbrand besteht nicht mehr. Es ist gelungen, Gey so zu sichern, dass Flammen nicht auf den Ort übergreifen können, so Landrat Dr. Ralf Nolten. Es besteht weiter eine leichte Geruchsbelästigung. Jedem ist freigestellt, noch heute in den Ort zurückzukommen. Menschen, die in Krankenhäusern beziehungsweise Pflege- oder Senioreneinrichtungen untergebracht sind, werden morgen zur Rückführung kontaktiert. Auf bestimmten Straßen dürfen keine Autos geparkt werden, damit gegebenenfalls auch weiterhin Einsatzfahrzeuge unbehindert fahren und arbeiten können. Diese sind: Broichstraße, Dürener Straße (von der Broichstraße bis zur B 399), Fortstsraße, Oberstraße, Bergstraße, Josef-Köller-Straße, Scheffensweg. Die Polizei wird die Einhaltung dieser Regelung rigoros kontrollieren. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Gey für das Verständnis im Umgang mit dieser sehr schwierigen Situation“, betonte Landrat Dr. Nolten. Insgesamt hat sich die Lage im Hürtgenwald deutlich entspannt, auch wenn der Waldbrand nicht komplett gelöscht ist. Die Flammen konnten an einer weiteren Ausbreitung gehindert werden und wurden entsprechend eingegrenzt. Noch an zwei Stellen gibt es eine sichtbare Flammenbildung, die weiter von den Rettungskräften bekämpft wird. Mittlerweile sind rund 1600 Kräfte im Einsatz; die Löscharbeiten werden auch in den weiteren Tagen noch anhalten.".
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Seit Donnerstagnachmittag stehen in der Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren inzwischen etwa 30 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hat sich in der Nacht zum Freitag (14. August) deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen mussten deshalb bereits ihre Häuser verlassen.