Polizei nimmt Täter (16) festAmokalarm am Gymnasium in Bayern! Verletzte Mädchen wohl außer Lebensgefahr

Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten stehen vor dem Welfen-Gymnasium.
Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten stehen vor dem Welfen-Gymnasium.
Lennart Preiss/dpa
von Martin Eberl, Lilli Kissler, Johanna Werning, Roger Saha und Fabian Klein

Großeinsatz am Welfen-Gymnasium in Schongau (Oberbayern)!
An der Schule südlich von München herrscht am Mittwochmittag (8. Juli) plötzlich Amokalarm. Die Polizei bestätigt wenig später mehrere Schwerverletzte. Darunter mindestens zwei Mädchen. Der mutmaßliche Täter sei bereits gefasst. Er soll 16 Jahre alt sein. Alle Infos zu der Notlage findet ihr in unserem Liveticker.

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Amoklage an Schule in Bayern! Mehrere Verletzte

Johanna Werning

Was wir wissen und was nicht

An einem Gymnasium in Schongau in Oberbayern werden mehrere Menschen verletzt, ein mutmaßlicher Täter wird festgenommen. Was zu dem Vorfall bislang bekannt ist und welche Fragen noch offen bleiben.

Was wir wissen:
  • Vorfall: Am Welfen-Gymnasium in Schongau hat es nach Angaben der Polizei einen Vorfall gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden.
  • Amoklage: Nach dem Vorfall deutet laut einem Polizeisprecher vieles auf eine Amoklage hin.
  • Täter: Der mutmaßliche Täter ist nach dem Vorfall festgenommen worden. Der Mann ist nach Angaben einer Polizeisprecherin 16 Jahre alt. Einen weiteren Täter gibt es nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweise habe es entsprechende Gerüchte gegeben, sagte Herrmann. Dafür gebe es jedoch keine belastbaren Hinweise.
  • Tatwaffe: Nach ersten Erkenntnissen war der Täter laut Herrmann mit Messer und auch einer Schusswaffe bewaffnet. Zunächst wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur jedoch keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition. 
  • Verletzte: Laut einer Polizeisprecherin wurden mindestens zwei Mädchen schwer verletzt. Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden. Laut einem Polizeisprecher sind sie außer Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen handle es sich um Schülerinnen des Gymnasiums. 
  • Einsatz: Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Gymnasium im Einsatz sei. Menschen vor Ort wurden aufgerufen, das Areal zu meiden.
  • Rettungshubschrauber: Laut einem Sprecher der ADAC-Luftrettung sind insgesamt sechs Rettungshubschrauber im Einsatz, vier davon vom ADAC. Einer der vier ADAC-Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.
  • Ort: Das Welfen-Gymnasium liegt in Schongau, eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Die Schule liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt.
  • Schule: Laut Internetseite werden am Welfen-Gymnasium etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule.
  • Anlaufstelle: Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.
Was wir nicht wissen:
  • Weitere Verletzte: Ob es neben den zwei schwer verletzten Mädchen weitere Verletzte gibt, ist noch unklar. Ein Polizeisprecher sprach zunächst von einer einstelligen Zahl.
  • Genauer Ablauf: Unklar ist, wie sich der Vorfall am Gymnasium genau abgespielt hat.
  • Details zum Täter und Motiv: Weitere Angaben zum festgenommenen 16-Jährigen machte die Polizei bislang nicht. Offen bleibt etwa, aus welchem Motiv der mutmaßliche Täter handelte und ob er selbst Schüler an dem Gymnasium ist.
Großeinsatz am Welfen-Gymnasium in Schongau (Oberbayern)
Großeinsatz am Welfen-Gymnasium in Schongau (Oberbayern). Christoph Peters/Münchner Merkur
Fabian Klein

Verletzte Mädchen NICHT in Lebensgefahr

Die beiden bei einer möglichen Amoktat in einem oberbayerischen Gymnasium schwer verletzten Mädchen sind laut einem Polizeisprecher außer Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen handle es sich um Schülerinnen des Gymnasiums in Schongau, auf dessen Schulgelände sich der Vorfall ereignet hatte, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. 
Fabian Klein

Ministerpräsident Söder schickt Gebete an Verletzte

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach dem Vorfall mit mindestens zwei schwerverletzten Mädchen an einem Gymnasium in Oberbayern von einer Amoktat gesprochen. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau", sagte Söder und betonte: „Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern."
Der Ministerpräsident fügte hinzu: „Wir stehen in diesen schweren Stunden alle zusammen. Die Schulfamilie und Angehörigen brauchen jetzt Zeit, Kraft und Zuspruch, die Ereignisse zu verarbeiten." Söder dankte „allen, die jetzt Hilfe leisten und füreinander da sind». Er dankte der Polizei und allen Rettungsorganisationen für ein schnelles und entschlossenes Eingreifen. «Dieses Miteinander gerade in Notsituationen zeichnet unser Land aus."
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich zu dem Vorfall gemeldet.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich zu dem Vorfall gemeldet. Manfred Segerer/picture alliance
Fabian Klein

Polizei weiß bisher von zwei Verletzten

Wie Sprecherin Lisa Maier im Gespräch mit RTL bestätigt, geht die Polizei aktuell von den beiden Mädchen als einzige Verletzte aus. Eine weitere Person habe einen Schock erlitten. Ausgelöst worden sei der Einsatz durch einen Anruf zu Verletzten auf dem Schulgelände, nicht durch einen Feueralarm.

Festnahme und Verletzte an Gymnasium

Bei einer möglichen Amoktat an einem Gymnasium in Oberbayern sind laut einer Polizeisprecherin mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Die beiden seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte die Sprecherin. Ob sie in Lebensgefahr schwebten, blieb zunächst unklar. Auch ob die beiden Mädchen Schülerinnen des Gymnasiums sind, müsse noch geklärt werden, sagte die Polizeisprecherin.

Amoklauf am Welfen-Gymnasium in Schongau.
Amoklauf am Welfen-Gymnasium in Schongau.
RTL

Wie viele Menschen insgesamt wie schwer verletzt wurden, blieb zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sprach zunächst von einer einstelligen Zahl. Der Vorfall deute auf eine Amoklage hin, hatte er gesagt.

Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Laut der Polizeisprecherin handelt es sich um einen 16-Jährigen. Auch bei ihm blieb zunächst unklar, ob er am Welfen-Gymnasium, auf dessen Gelände sich der Vorfall ereignete, zur Schule ging. Zu einer möglichen Tatwaffe äußerte sich die Sprecherin zunächst nicht.

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Anlaufstelle für Eltern eingerichtet

Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Welfen-Gymnasium in Schongau im Einsatz sei. Zum Grund äußerten sich die Beamten zunächst nicht. Allerdings wurden die Menschen vor Ort aufgerufen, das Areal zu meiden. Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.

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Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Das Welfen-Gymnasium liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt. Laut Internetseite werden dort etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule.

In Bayern laufen die letzten Wochen des Schuljahres. Abiturienten haben bereits vor knapp zwei Wochen, am 26. Juni, ihre Zeugnisse erhalten, bei den restlichen Schülern steht dies am 31. Juli an.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa