Alle Infos in unserem Live-TickerAfD sieht keinen Zusammenhang zwischen Waldbränden und Klimawandel 

Der Klimawandel führt Fachleuten zufolge dazu, dass brandfördernde Bedingungen häufiger auftreten.
Der Klimawandel führt Fachleuten zufolge dazu, dass brandfördernde Bedingungen häufiger auftreten.
Baz Ratner/Pool AP/dpa

Hunderte Helfer kämpfen weiter gegen die Feuerwalze im Hürtgenwald!
Rund 300 Hektar sind von dem Großbrand in der Eifel betroffen, die Bewohner von Gey können weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Tag und Nacht kämpfen die Helfer gegen die Flammen – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich mindestens bis Montag dauern. Alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand in NRW lest ihr hier im Live-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Camilla Koziol

Teile von Gemeinde im Westerwald wegen Waldbrand evakuiert

Wegen eines Waldbrands ist ein Teil der Gemeinde Gebhardshain im Westerwald evakuiert worden. Bewohnerinnen und Bewohner der Straße Im Eckewieschen seien aufgefordert, ihre Wohnungen und Häuser sofort zu verlassen, teilte die Verbandsgemeinde Betzdorf Gebhardshain auf Instagram mit. 

Der Brand erstrecke sich über eine Fläche von etwa 6.000 Quadratmetern, "Tendenz steigend". Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr seien zur Brandbekämpfung vor Ort. Auch Landwirte unterstützen mit Wasserfässern bei der Wasserversorgung, hieß es.

Für die Brandbekämpfung aus der Luft sei ein Löschwasserbehälter für Hubschrauber befüllt worden, ein Hubschrauber sei im Einsatz. Die Bevölkerung solle den Bereich rund um die Einsatzstelle meiden und die Zufahrtswege für die Einsatzkräfte freihalten.
Camilla Koziol

Landrat: Waldbrand im Hürtgenwald unter Kontrolle

Der Waldbrand im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald ist unter Kontrolle. Das sagte Landrat Ralf Nolten (CDU).
Camilla Koziol

AfD sieht keinen Zusammenhang zwischen Waldbränden und Klimawandel 

Die AfD-Bundestagsfraktion hat eine politische Instrumentalisierung der aktuellen Waldbrände beklagt. Der klimapolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Karsten Hilse, bestritt am Sonntag einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und den sich häufenden Waldbränden. "Im Gegensatz zum Klimawandel sind Waldbrände zu 99 Prozent menschengemacht, meist durch fahrlässige Brandstiftung", sagte Hilse der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

Politiker anderer Parteien versuchten, "den Eindruck zu erwecken, dass Waldbrände etwas mit dem Klimawandel zu tun haben", um damit Klimaschutz-Maßnahmen zu rechtfertigen, kritisierte der Abgeordnete der in Teilen rechtsextremen AfD. "Damit instrumentalisieren sie das Leid der Betroffenen für ihre politischen Ziele." Hilse beklagte, dass vielmehr der Ausbau erneuerbarer Energien wie etwa der Windenergie zu einer "für jedermann sichtbaren Naturzerstörung" führe.

Mit seinen Äußerungen widersprach Hilse dem Konsens von Wissenschaft und Brandschutzexperten. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände, die dann oft durch unachtsames oder vorsätzliches Verhalten von Menschen ausgelöst werden.

Vor allem Nordrhein-Westfalen hatte am Wochenende mit großen Waldbränden zu kämpfen. Der Brand bei Hürtgenwald war der bislang größte und folgenschwerste Waldbrand des Sommers in Deutschland.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wertete den Waldbrand am Samstag bei einem Besuch der Einsatzkräfte als Beleg dafür, wie wichtig es sei, gegen den Klimawandel vorzugehen. "Wir erleben das hier in dieser Art eines großen Feuers zum ersten Mal, aber wir erleben eben nicht zum ersten Mal diese Extremwetterlage", sagte der CDU-Politiker. "Und das hat eben auch was mit Klimawandel zu tun. Das wird nun ernsthaft keiner mehr leugnen."
Camilla Koziol

Rund fünf Hektar Waldfläche brennen seit dem Mittag im Landkreis Neunkirchen (Saarland)

Der Brand zwischen den Illinger Ortsteilen Wustweiler, Hirzweiler und Hüttigweiler breite sich aktuell weiter aus, teilte die Feuerwehr mit. Zunächst hatten rund 3,5 Hektar gebrannt, innerhalb weniger Stunden sei das Feuer aber weiter angewachsen.
Der Brand bewege sich in Richtung des Waldhofs in Hirzweiler. Aufgrund der aktuellen Lage sei dort bereits mit der Evakuierung der Pferde begonnen worden. Die Rauchwolke des Brandes sei weithin sichtbar, hieß es. Der Wald sei gesperrt. "Wir bitten die Bevölkerung, das Gebiet zu meiden und die Zufahrten für anrückende Rettungskräfte freizuhalten", so die Feuerwehr.
Die Feuerwehr sei mit mehreren Löschbezirken und den Fachzügen für Wasserförderung und Waldbrandbekämpfung des Landkreises Neunkirchen im Einsatz. "Zur Verstärkung der Einsatzkräfte wurden weitere Einheiten und Einsatzmittel angefordert", hieß es von der Feuerwehr. 
Auch ein Löschhubschrauber aus Hessen sei zur Unterstützung angefordert worden, zudem wurde das Technische Hilfswerk alarmiert. Mitarbeiter von SaarForst seien mit schwerem Gerät auf der Anfahrt zur Einsatzstelle.

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Seit Donnerstagnachmittag stehen in der Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren inzwischen etwa 30 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hat sich in der Nacht zum Freitag (14. August) deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen mussten deshalb bereits ihre Häuser verlassen.