Auf illegalem Rave im Wald erstochenEmma (†21) nicht komplett beerdigt? Vater erhebt schwere Vorwürfe

Emma aus Laußnitz wurde vor einem Jahr von ihrem 16-jährigen Freund getötet
Emma aus Laußnitz wurde vor einem Jahr von ihrem 16-jährigen Freund getötet.
RTL_LSO
von Holger Schrapel, Stefanie Gutierrez und Julian Kaiser

Der Horror hört nicht auf!
Fast ein Jahr nach dem Tod der 21-jährigen Emma aus Laußnitz in Sachsen erhebt ihr Vater schwere Vorwürfe: Teile der Leiche seiner Tochter sollen bis heute nicht beerdigt worden sein.

Teile der Leiche nach Tod von Emma aus Laußnitz nicht beerdigt?

Fast ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod der 21-jährigen Emma aus Laußnitz gibt es neue, schwere Vorwürfe ihres Vaters. In einem Instagram-Beitrag schreibt er, er habe von einem leitenden Beamten erfahren, dass sich noch Knochenteile seiner Tochter in der Gerichtsmedizin befinden sollen.

Lese-Tipp: Im Mordprozess! Fabians (†8) Vater macht Sex-Scherze vor Gericht

Konkret nennt er Teile der Schädeldecke und Rippen. Er schreibt: Ich wiederhole das, weil es so krank ist: Emma ist fast ein Jahr tot – und es liegen noch Knochenteile von ihr dort.” Emmas Vater weiter: „Ich bin so unfassbar wütend, dass mir die Worte fehlen.”

Besonders hart trifft ihn nach eigenen Worten, dass die Familie davon bislang nichts gewusst habe. Sein zentraler Vorwurf lautet, dass Teile der Leiche nach der Beerdigung nicht mitbestattet wurden. Statt endlich Ruhe zu finden, müsse die Familie nun wohl erneut das Grab öffnen lassen, um Emma ein weiteres Mal zu bestatten.

Das sagt die Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen

RTL hat die Staatsanwaltschaft Dresden mit den Vorwürfen konfrontiert. Unter Verweis auf den Persönlichkeitsschutz und die nicht öffentliche Hauptverhandlung heißt es, konkrete Angaben zum Fall könnten nicht gemacht werden. Zugleich erklärt die Behörde, gesetzliche Informationspflichten seien „zeitgerecht“ eingehalten worden und die Familie dementsprechend kontaktiert worden.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: Mord statt Sex-Unfall? Mann soll Ehefrau aus 22. Stock in Tod gestoßen haben

Emma wurde bei illegalem Rave im Wald erstochen

Emma war im Mai 2025 nach einem illegalen Rave tot in einem Wald bei Laußnitz gefunden worden. Laut Obduktionsbericht wurde die 21-Jährige erstochen, festgestellt wurden demnach 107 Messerstiche. Ihr 16-jähriger Freund wurde verhaftet, im März 2026 urteilte das Landgericht Dresden, dass weder Mordmerkmale noch ein Femizid vorliegen. Emmas Vater zeigte sich nach dem Urteil fassungslos.

Die Kammer stufte die Tat als Totschlag ein und führte sie vorrangig auf eine schwere psychische Erkrankung des Jugendlichen sowie auf den Konsum von Betäubungsmitteln zurück. Der 16-Jährige muss nicht ins Gefängnis, sondern wird unbefristet in einem psychiatrischen Krankenhaus im Maßregelvollzug untergebracht.

Verwendete Quellen: Instagram, Staatsanwaltschaft Dresden, eigene RTL-Recherche