Betrunkener Tourist in Las Vegas vor GerichtMann klaut Flamingo aus Hotel und nimmt ihn mit aufs Zimmer – jetzt droht Knast!

Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie der 34-jährige Tourist den Flamingo Peachy durch das Hotel in Las Vegas trägt.
Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie der 34-jährige Tourist den Flamingo Peachy durch das Hotel in Las Vegas trägt.
Las Vegas Metropolitan Police Department

Dieser Hotelgast hat mächtig Ärger am Hals.
Ein kanadischer Tourist schnappt sich in Las Vegas einen Flamingo aus einem Hotelgehege und nimmt ihn kurzerhand mit auf sein Zimmer. Doch für den Vogel namens Peachy endet die Aktion schmerzhaft. Jetzt spricht ein Gericht den Mann wegen Tierquälerei schuldig – ihm drohen bis zu viereinhalb Jahre Haft.

Flamingo Peachy wird bei Aktion verletzt

Der Vorfall ereignet sich bereits am 3. März in der Glücksspielmetropole Las Vegas. Medienberichten zufolge betritt der 34-jährige Mitchell Fairbarn das Flamingo Las Vegas Hotel & Casino und entführt den Flamingo Peachy aus seinem Gehege. Anschließend trägt er das Tier durch das Hotel bis auf sein Zimmer. Auf Videos soll zu sehen sein, wie der Mann den Vogel im Aufzug und auf dem Hotelflur transportiert.

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Für Peachy bleibt die ungewöhnliche Entführung nicht ohne Folgen. Laut Staatsanwaltschaft erleidet der Flamingo durch das Hochheben Verletzungen und Schmerzen. Als das Tier gefunden wird, fehlen ihm Medienberichten zufolge mehrere Federn. Außerdem entdecken die Verantwortlichen Blut im Gefieder und Verletzungen an den Flügeln. Inzwischen geht es Peachy laut einer Tierärztin wieder gut. Allerdings reagiert der Flamingo bei Untersuchungen ängstlicher als zuvor.

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Tourist will vor dem Vorfall 30 bis 40 Bier getrunken haben

Vor Gericht räumt Mitchell Fairbarn ein, dass er keinen guten Grund hatte, das Gehege zu betreten oder nach dem Flamingo zu greifen. Sein Verteidiger Joshua Tomsheck argumentiert, sein Mandant sei betrunken gewesen und habe nicht die Absicht gehabt, das Tier zu quälen oder zu verletzen. Wie betrunken der 34-Jährige tatsächlich war, lässt seine eigene Aussage erahnen: Am Tag vor dem Vorfall will er 30 bis 40 Bier getrunken haben, wie der US-Sender Fox5 Vegas berichtet.

Mitchell Fairbarn (34) muss sich wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Während des Prozesses bricht der Kanadier in Tränen aus.
Mitchell Fairbarn (34) muss sich wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Während des Prozesses bricht der Kanadier in Tränen aus.
Benjamin Hager/Las Vegas Review

Fairbarn bezeichnet seine Aktion vor Gericht als „albernen Scherz”. „Ich dachte, das wäre etwas, worüber wir für den Rest unseres Lebens Witze machen könnten“, erklärt er demnach. Doch während seiner Aussage ist dem Kanadier offenbar nicht mehr zum Lachen zumute: Er bricht in Tränen aus.

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Mann drohen bis zu viereinhalb Jahre Haft

Das Gericht in Las Vegas spricht den 34-Jährigen wegen Tierquälerei schuldig. Ihm drohen nun bis zu viereinhalb Jahre hinter Gittern. Wie hoch die Strafe tatsächlich ausfällt, soll am 1. Dezember entschieden werden. Bis dahin soll Fairbarn in Haft bleiben. Nach der Verhandlung will sich der Kanadier nicht mehr zu dem Vorfall äußern. Wie das „Las Vegas Review-Journal“ berichtet, lehnt er eine Stellungnahme beim Verlassen des Gerichtssaals ab. (nha)

Verwendete Quellen: dpa, BBC