Tragödie in KalifornienWelle reißt Familie vom Strand ins Meer – Mädchen (5) bleibt verschwunden

Welle reißt Familie vom Strand ins Meer – Mädchen (5) bleibt verschwunden
Ein Rettungsboot durchsucht das Gebiet, in dem das Mädchen verschwindet
Mindy Schauer/The Orange County

Wenn aus Panik Verzweiflung wird.
Eine Mutter läuft mit ihren Kindern am Strand entlang, dann rollt eine gewaltige Welle heran. In Laguna Beach (US-Bundesstaat Kalifornien) ziehen Helfer die Frau und ihren Sohn aus dem Meer, doch ihre fünfjährige Tochter bleibt verschwunden. Nach mehr als 30 Stunden setzt die US-Küstenwache die Suche vorerst aus.

Mädchen nach Riesenwelle am Laguna Beach vermisst

Ein Spaziergang am Treasure Island Beach endet in einer Tragödie, die eine ganze Küstengemeinde erschüttert. Seit Dienstagabend (9. Juni) wird ein Mädchen in Laguna Beach, einer Stadt in der kalifornischen Region Orange County, vermisst. Wie CBS LA und die New York Post berichten, geht gegen 19.30 Uhr ein Notruf ein: Eine Mutter und ihre zwei Kinder sind nahe der Uferlinie von einer großen Welle erfasst worden.

Nach Angaben von Laguna-Beach-Bürgermeister Mark Orgill lief die Familie über den Sand, als die Welle plötzlich heranrollte. Die Brandung riss die Mutter, ihren Sohn und die fünfjährige Tochter ins Wasser. Menschen in der Nähe reagierten sofort. Sie eilten in die gefährliche See und konnten die Frau und den Jungen aus dem Meer ziehen. Für das kleine Mädchen gelang die Rettung nicht: Es verschwand in der Brandung.

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Auch zwei Helfer verletzten sich bei dem Einsatz und mussten ins Krankenhaus. Beide befinden sich laut Angaben der Verantwortlichen in stabilem Zustand.

US-Küstenwache sucht mehr als 30 Stunden

California High Surf Missing Girl
Die Suche nach dem vermissten Kind wird am Mittwoch fortgesetzt
Mindy Schauer/The Orange County

Am Mittwoch (10. Juni) suchen Einsatzkräfte weiter nach der Fünfjährigen. Beteiligt sind unter anderem Laguna Beach Marine Safety, die Harbor Patrol des Orange County Sheriff’s Department und die US-Küstenwache. Die Teams kämmen das Gebiet im Wasser, vom Strand aus und aus der Luft ab. CBS LA berichtet von Rettungsbooten, Jetskis, Tauchern und Einsatzkräften entlang der Küste. Auch Luftaufnahmen zeigen am Mittwochmorgen Helfer im Wasser.

Doch die Hoffnung schwindet. Bürgermeister Orgill erklärt dem Sender schließlich, dass aus der Rettungsaktion schließlich eine Bergungsmission wird. Am Abend setzten die Behörden nach mehr als 30 Stunden die Suche aus, nachdem sie das Kind nicht finden können. Insgesamt ist ein Gebiet von mehr als 90 Quadratmeilen abgesucht worden – vergeblich. Stacey Crecy, Kommandeurin des zuständigen Coast-Guard-Sektors, spricht der Familie ihr tiefes Mitgefühl aus: „Die Einstellung einer Suche ist eine äußerst schwierige Entscheidung.”

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Warnung vor gefährlicher Brandung

Schon Stunden vor dem Unglück warnte die Stadt Laguna Beach auf Instagram vor den Bedingungen, nachdem der National Weather Servie einen Gefahrenhinweis für Strände bis Donnerstagabend herausgegeben hatte. Starke Strömungen könnten Schwimmer schnell vom Ufer wegziehen. Hohe Wellen seien gefährlich für Menschen im Wasser, für Surfer und für alle, die sich nahe an der Wasserkante aufhalten.

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Am Treasure Island Beach bleibt nach dem Drama nur Fassungslosigkeit. Menschen liegen sich weinend in den Armen, sprechen miteinander und zeigen immer wieder auf das Meer. Die überlebende Mutter und ihr Sohn befinden sich laut CNN in stabilem Zustand in einem Krankenhaus – und fangen vermutlich gerade erst damit an, den furchtbaren Verlust zu verarbeiten.

Verwendete Quellen: New York Post, CBS LA, US Coast Guard, CNN