In Bayern von Kreuzotter gebissenADAC muss Kind nach Schlangenbiss mit Gegengift retten

Plötzlich wird es dramatisch!
Ein Kind wird von einer Kreuzotter gebissen. Als sich sein Zustand verschlechtert, zählt plötzlich jede Minute. Die ADAC-Luftrettung muss schließlich das rettende Gegengift per Hubschrauber nach Deggendorf bringen.
Giftschlange sorgt in Bayern für Drama
Als der Notruf bei der Crew von „Christoph 1“ eingeht, ist sofort klar: Dieser Einsatz ende Juni ist anders. Kein Unfallort, keine Bergung, kein Patient an Bord. Stattdessen wartet in München ein Medikament, das dringend nach Deggendorf muss. Dort kämpfen Ärzte um ein Kind, das am Tag zuvor von einer Kreuzotter gebissen wurde. Jetzt zählt jede Minute.
Der Körper des Kindes reagiert heftig auf das Schlangengift. Laut ADAC-Luftrettung hat es Kreislaufprobleme, der Blutdruck ist niedrig, das Bein stark geschwollen und verhärtet. Das benötigte Gegengift muss so schnell wie möglich in die Klinik, die selbst keines hat. Also muss der Hubschrauber abheben und die rettende Arznei von München nach Deggendorf bringen. Durch den schnellen Transport kann dem Kind schließlich geholfen werden. Es erholt sich rasch.
Wie gefährlich ist eine Kreuzotter?
Kreuzottern kommen auch im Alpen-Vorland vor, Begegnungen sind aber selten. Die Schlange gilt laut AOK inzwischen als „eher seltene Erscheinung“ und greift Menschen praktisch nie von selbst an. Meist beißt sie nur, wenn sie sich bedroht fühlt oder keine Fluchtmöglichkeit hat. Nach einem Biss gilt: Ruhe bewahren, den betroffenen Arm oder das Bein ruhigstellen, sofort medizinische Hilfe holen und den Notruf 112 wählen. Auf keinen Fall die Bissstelle aufschneiden, abbinden oder aussaugen. Kinderärzte im Netz raten, nach einem Kreuzotterbiss in jedem Fall ein Krankenhaus aufzusuchen. Ein Gegengift kommt meist nur bei schweren Symptomen zum Einsatz.
Verwendete Quelle: ADAC Luftrettung


