Besitzer wütet nach DiebstahlAktivistin will Meerestier aus Restaurant retten – und tötet es stattdessen

Aktivistin Emma Smart landet wegen ihrer vermeintlichen Rettungsaktion vor Gericht.
Aktivistin Emma Smart landet wegen ihrer vermeintlichen Rettungsaktion vor Gericht.
Instagram/smartyfish

Diese „Rettungsmission” ging mächtig nach hinten los ...
Mit einem klaren Plan schleicht sich Aktivistin Emma Smart in ein Fischrestaurant: Sie will eines der Tiere aus den Becken am Eingang retten! Die Waliserin ist sich sicher, so einen Hummer vor dem Tod im Kochtopf zu bewahren. Mit ihrem Einbruch sorgt sie stattdessen für eine Tragödie – zur großen Trauer des Besitzers.

Aktivistin Emma Smart verwechselt Krebs mit Hummer

Denn bei dem Tier, das Smart aus einem der Aquarien des Restaurants Catch at the Old Fish Market im englischen Weymouth zieht, handelt es sich nicht um einen Hummer, sondern einen Flusskrebs. Als sie den vermeintlichen Meeresbewohner wenig später vom Hafen aus ins Wasser wirft, will die Aktivistin ihm die Freiheit schenken – und bringt ihm wohl den Tod. Flusskrebse würden den plötzlichen Unterschied der Wassertemperatur nicht überleben, erklärt Restaurantbesitzer Sean Cooper der BBC.

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Zweieinhalb Jahre habe der Krebs mit einem Artgenossen in dem Aquarium gelebt, habe nicht zum Verkauf gestanden. Stattdessen habe er für große Begeisterung bei Besuchern gesorgt. „Wir haben sogar ein Video, in dem zu sehen ist, wie sich eines der Tiere mitten in der Nacht häutet, was wirklich erstaunlich war. Das können wir Kindern zeigen und ihnen so erklären, wie Flusskrebse und Hummer im Laufe der Jahre wachsen und sich entwickeln.“

Nach Smarts Diebstahl im April 2025 sei mittlerweile auch der zweite Krebs gestorben, womöglich aus Einsamkeit, wie die Sun berichtet. Nun steht die Aktivistin vor Gericht.

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Restaurant-Besitzer nach Urteil sehr enttäuscht

Dort erklärt ihr Verteidiger, Smart habe „impulsiv gehandelt”, schreibt die britische Zeitung. „Sie kümmert sich sehr intensiv um Tiere und den Schutz der Meere. Das war der ausschlaggebende Grund dafür, dass sie diese Tat begangen hat.” Richterin Susan Evans spricht von einer „äußerst unklugen Entscheidung” – lässt beim Urteil aber trotzdem Gnade walten.

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Smart erhält eine bedingte Entlassung für die Dauer von acht Monaten sowie eine dreijährige einstweilige Verfügung, die es ihr verbietet, sich dem Restaurant, dem Personal oder den Gästen auf weniger als zehn Meter zu nähern. Für Besitzer Sean Cooper ein „sehr enttäuschender” Ausgang des Verfahrens. Das Catch at the Old Fish Market wurde für sein Engagement für nachhaltige Fischerei durch den direkten Handel mit lokalen Booten mit Preisen ausgezeichnet, solle vor allem die „Fischergemeinschaft in Weymouth” zelebrieren.

„Dafür existieren wir alle, deshalb ist es besonders ärgerlich, von jemandem ins Visier genommen zu werden, der keine Ahnung von unserer Arbeit hat und falsch informiert ist.“

Verwendete Quellen: BBC, TheSun