Großeinsatz in NiedersachsenKrankenhaus plötzlich ohne Strom – Patienten werden evakuiert

Fast ein ganzes Krankenhaus ist plötzlich ohne Strom!
Ein Stromausfall hat am Freitagmorgen einen Großeinsatz in Wildeshausen (Niedersachsen) ausgelöst. Das Krankenhaus Johanneum muss evakuiert, Patienten im kritischen Zustand in umliegende Kliniken gebracht werden.
Patienten müssen verlegt werden
Am Krankenhaus Johanneum Wildeshausen ist am Freitagvormittag (28. August) der Strom ausgefallen. Die Kreisfeuerwehr teilte gegen 9.15 Uhr mit, dass deshalb die Evakuierung der Patienten eingeleitet worden sei. Wie die Kreiszeitung berichtet, kommt es zum Großeinsatz. Besonders dringlich ist die Lage für schwer erkrankte Menschen: Sie müssen in andere Krankenhäuser verlegt werden. Dafür sind unter anderem Rettungshubschrauber und mehrere Rettungswagen im Einsatz.
Lese-Tipp: Zwei Tote an Brandenburger Schule – Polizei im Großeinsatz
Warum es zu dem Stromausfall gekommen ist, war am Freitagvormittag zunächst noch unklar. Auch Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski und Landrat Christian Pundt sind am Krankenhaus, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Rund um das Gebäude kommt es zudem zu Einschränkungen: Die Feldstraße ist zwischen dem Kreisel Visbeker Straße und der Einmündung Deekenstraße gesperrt.
Video-Tipp: Waldbrand außer Kontrolle!
Notstromaggregat des Krankhauses streikt
Wie die Polizei im Gespräch mit RTL erklärt, seien gegen 10.15 Uhr alle nötigen Verlegungen von Patienten durchgeführt worden. Der Großteil der Einsatzkräfte konnte daraufhin abrücken. Nach Angaben des Krankenhauses wurden vier Patienten – zwei Intensivpatienten und zwei hochschwangere Frauen – vorsorglich umverlegt.

„Wir haben an diesem Wochenende eine geplante Abschaltmaßnahme unserer Mittelspannungsanlage durchführen wollen. Diese Mittelspannungsanlage mussten wir austauschen, weil wir eine neue Stromlast haben, wir haben einen Neubau in Betrieb genommen”, schildert Lukas Mählmann, Stiftungsvorstand des Krankenhauses, den Ablauf des Vorfalls im RTL-Interview.

Trotz erfolgreicher Tests im Vorfeld seien am Freitagmorgen dann weder das Notstromaggregat im Keller des Krankenhauses noch ein zusätzlich auf dem Parkplatz platziertes Aggregat angesprungen. “Wir waren tatsächlich zwei Minuten, dann eben als Krankenhaus, ohne Strom”, erklärt Mählmann. Daraufhin habe man sich entschieden, die betroffenen Patienten vorsorglich zu verlegen. „Es ist so, dass die kritischen Patienten da natürlich Gerätschaften haben, die akkubetrieben sind. (...) Es es nicht so, dass diese Patienten dann keinen Strom mehr haben.” Nun wolle das Krankenhaus aufarbeiten, wie es zu den Problem kommen konnte.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche/ Kreiszeitung


