RKI-Studie schockiertMillionen Deutsche schlafen zu kurz! Was das für euch bedeutet

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Frauen schlafen der Untersuchung zufolge in der Regel länger als Männer.
picture alliance / Zoonar / Dmitrii Marchenko

Vierzig Prozent der Deutschen schlafen nachts weniger als sieben Stunden. Für die Gesundheit kann das gleich in mehrfacher Hinsicht negative Folgen haben. Vor allem eine Altersgruppe sticht in einer Studie heraus.

Viele Menschen in Deutschland bekommen nachts zu wenig Schlaf. Knapp 40 Prozent schlafen eigenen Angaben zufolge unter der Woche weniger als sieben Stunden, wie eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts zeigt, die im „Journal of Health Monitoring“ veröffentlicht wurde. Laut Studie ist eine Schlafdauer von weniger als sieben Stunden bei Erwachsenen gemäß internationalen Schlafempfehlungen zu kurz.

Betroffen sind der Befragung zufolge deutlich mehr Männer als Frauen. Bei den Männern gaben rund 43 Prozent an, weniger als sieben Stunden zu schlafen. Bei den Frauen waren es rund 36 Prozent. Am höchsten ist der Anteil bei Männern zwischen 45 und 64 Jahren: 53 Prozent schlafen laut eigenen Aussagen weniger als sieben Stunden.

Die Daten beruhen auf einer repräsentativen Befragung per Telefon von etwas mehr als 8000 Erwachsenen in Deutschland. Sie fand von Mai 2023 bis Februar 2024 statt. Am Wochenende finden die meisten nachts etwas mehr Erholung. Hier schlafen immerhin nur knapp 23 Prozent der Männer und Frauen zu wenig. Bei den Männern sind es rund 26 Prozent, bei den Frauen 20.

Spielt das Bildungsniveau eine Rolle? Ein statistisch eindeutiger Unterschied ist laut RKI nur bei Männern erkennbar. In der hohen Bildungsgruppe schlafen unter der Woche rund 35 Prozent der Männer zu kurz, in der niedrigen sind es etwa 43 Prozent und in der mittleren rund 46 Prozent. Bei der Einstufung werden die allgemeine und die berufliche Ausbildung berücksichtigt.

Zu wenig Schlaf kann auf Dauer ungesund werden. Eine kurze Schlafdauer steht laut Studie im Zusammenhang mit Bluthochdruck und ist ein Risikofaktor für Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch auf die psychische Gesundheit könne Schlafentzug negative Auswirkungen haben. Es weisen der Studie zufolge jedoch nicht alle Menschen mit kurzen Schlafzeiten ein erhöhtes Gesundheitsrisiko auf.

Verwendete Quellen: lme/dpa