Baby per LeihmutterschaftKerstin Ott teilt gegen Jens Spahn aus: „Das macht mich so sauer“

Mit Kerstin Ott an der Küste
Kerstin Ott spart in den sozialen Medien nicht mit Kritik an Jens Spahn. (Archiv)
RTL
von Martina Lewinski

Dieses Thema beschäftigt ganz Deutschland.
Nachdem CDU-Politiker Jens Spahn öffentlich gemacht hat, dass sein Kind mithilfe einer Leihmutter in den USA zur Welt kam, meldet sich jetzt auch Sängerin Kerstin Ott zu Wort – und spart nicht mit Kritik.

„Du kannst deine Politik überhaupt nicht leben“

Eigentlich wollte Jens Spahn nur sein privates Glück teilen. „Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm“, sagte der CDU-Politiker der Bild über die Geburt seines Sohnes Georg. Doch weil das Kind mithilfe einer Leihmutter in den USA zur Welt kam, ist eine politische Debatte entbrannt. Denn in Deutschland ist Leihmutterschaft verboten – und daran soll sich nach Angaben der Bundesregierung auch nichts ändern.

Für Kerstin Ott ist genau das der Knackpunkt. In einem Instagram-Video gratuliert sie Jens Spahn zunächst zur Geburt seines Sohnes, richtet anschließend aber deutliche Worte an den CDU-Politiker. „Herzlichen Glückwunsch, Jens Spahn“, sagt sie. Dann legt sie nach: „Du hast ja gerade Nachwuchs bekommen über eine Leihmutterschaft, die ihr hier in Deutschland per Politik einfach untersagt habt.“

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Besonders stört sie, dass Spahn ihrer Ansicht nach selbst nicht nach den politischen Regeln handele, die seine Partei vertrete. „Du selber kannst deine Politik überhaupt nicht leben. Du kannst damit überhaupt nichts anfangen, willst aber, dass alle anderen genauso handeln, wie ihr das beschließt.“

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„Ihr habt eine Verantwortung“

Die Sängerin wirft Spahn außerdem vor, dass finanzielle Möglichkeiten dabei eine entscheidende Rolle spielten. „Ihr fragt euch, warum die Menschen euch nichts mehr glauben. Du bist ein Grund dafür, warum die Menschen der Politik in Deutschland nicht mehr glauben“, sagt sie. „Und ich finde es eine unfassbare Frechheit, dass du, nur weil du Kohle hast, das einfach durchziehen kannst.”

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Besonders ein Satz des CDU-Politikers stößt ihr auf. Spahn hatte erklärt, er wolle nun sein privates Glück genießen. Für Kerstin Ott greift diese Argumentation zu kurz. „Das können alle anderen nicht. Die nicht in deiner Situation sind.“ Zum Ende ihres Videos richtet Kerstin Ott einen grundsätzlichen Appell an Politikerinnen und Politiker. „Ihr habt eine Verantwortung. Es kann doch nicht wahr sein, dass ihr euch hinstellt und sagt, das geht nicht – aber ihr macht es selber immer wieder und immer wieder.“

Sie könne verstehen, dass viele Menschen dadurch das Vertrauen in die Politik verlieren. „Das macht mich so sauer“, sagt sie. Mehr Menschen sollten sich ihrer Meinung nach mit dem Thema beschäftigen und darüber diskutieren.

Die Bundesregierung hat unterdessen klargestellt, dass sich an der aktuellen Rechtslage nichts ändern soll. Auch die CDU verweist auf ihren bisherigen Parteitagsbeschluss: Leihmutterschaft bleibt aus Sicht der Partei verboten.

Verwendete Quellen: Instagram/kerstinott, tagesschau, Bild