Paris will harte EU-StrafenSkandal-Video! Frankreich verbannt Israels Minister

Israeli National Security Minister Itamar Ben Gvir reacts as flotilla activists are detained by Israeli forces, in Ashdod Port, Israel, in this screen grab taken from a video released on May 20, 2026. Office Of Itamar Ben Gvir/Handout via REUTERS    THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY MANDATORY CREDIT  VERIFICATION LINES:  - Deck structure, bridge, stairs and container of the ship seen in video  matched Reuters footage of an Israeli vessel arriving in Ashdod port on May 20 and reportedly carrying activists - Buildings and tent structures matched archive imagery of the Ashdod port and corroborating visuals - Identity of all the detained people could not be independently verified; however Reuters confirmed that some of them were part of the Global Sumud Flotilla by hair and facial features which matched visuals posted on social media by the activists   - Exact date could not verified, but no older version of the video was found posted online before May 20
Ben Gvir auf einem Screenshot des scharf kritisierten Videos.
via REUTERS

Israel nimmt Hunderte Teilnehmer einer Gaza-Hilfsflotte fest. In einem Video werden einige von ihnen öffentlich gedemütigt, der israelische Sicherheitsminister feiert das. Nun zieht Frankreich daraus Konsequenzen.

Nach der Empörung über ein erniedrigendes Video von festgenommenen Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte untersagt Frankreich dem rechtsextremen israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir die Einreise. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot begründete den Schritt auf X mit Ben Gvirs „unbeschreiblichen Handlungen“ gegenüber französischen und europäischen Bürgern, die Teil der Flotte gewesen seien. Er fordere zudem gemeinsam mit Italien Sanktionen auf EU-Ebene gegen Ben Gvir.

In den von Ben Gvir am Mittwoch bei X veröffentlichten Aufnahmen mit dem Titel „Willkommen in Israel“ sind unter anderem Dutzende Aktivisten gefesselt und auf Knien auf dem Deck eines Militärschiffs zu sehen, während die israelische Nationalhymne zu hören ist. Der rechtsextreme Minister wird gezeigt, wie er eine israelische Flagge schwenkt.

Das Video löste international eine Welle der Entrüstung aus. Deutschland, die USA, die EU, Frankreich, Italien und Spanien äußerten scharfe Kritik, mehrere Staaten bestellten ihre israelischen Botschafter ein. Auch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von dem Video.

„Die Bilder und Aussagen des israelischen Polizeiministers Ben-Gvir sind verstörend und inakzeptabel“, sagte Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan von der SPD. „Für die dramatische Lage in Gaza gilt: es muss alles daran gesetzt werden, dass die Menschen in der Not sicher, schnell und ungehindert Hilfe erhalten.“ Dafür brauche es verlässliche Zugänge und die Zulassung von Unterstützung durch internationale Organisationen - im Einklang mit dem Völkerrecht. Menschlichkeit dürfe niemals verhandelbar sein, betonte Alabali Radovan.

Die Hilfsflotte war in der vergangenen Woche von der Türkei aus in Richtung Gazastreifen aufgebrochen und am Montag von israelischen Streitkräften gestoppt worden. Nach israelischen Angaben befanden sich 430 internationale Aktivisten an Bord, die festgesetzt und nach Israel gebracht wurden. Später wurden alle ausländischen Aktivisten aus Israel ausgewiesen, darunter auch acht Deutsche.

Verwendete Quellen: mli/AFP