Retter haben noch Hoffung Vater meldet Sohn als vermisst: Er wollte nur mit seinem Kumpel aus Deutschland wandern gehen

Von diesem Basislager aus suchen die italienischen Berg und Höhenrettung nach den zwei Vermissten.
Von diesem Basislager aus suchen die italienischen Berg- und Höhlenrettung nach den zwei Vermissten.
Italienische Berg und Höhenrettung
von Yannick Seeber und Rouven Schroth

In Norditalien läuft ein dramatischer Sucheinsatz.
Zwei Bergwanderer, ein Deutscher und ein Österreicher, sind im Gebiet der Sella Chianzutan spurlos verschwunden. Während Starkregen und Nebel die Sicht fast auf Null drücken, kämpfen sich Retter zu Fuß und mit Hubschrauberplänen durch die steilen Hänge – in der Hoffnung, die Männer rechtzeitig zu finden.

Italien: Deutscher und Österreicher in den Alpen vermisst

Zwischen Nebelschwaden, Starkregen und steilen Bergflanken kämpfen sich Rettungskräfte in Norditalien durch das Gelände: Seit Mittag gelten zwei Wanderer als vermisst, ein Deutscher und ein Österreicher. Die Freunde haben ihren Motorroller an der Sella Chianzutan im Friaul abgestellt – von den Männern fehlt jede Spur. Der Alarm kam vom Vater eines der beiden, der die Behörden verständigte, als sich sein Sohn nicht mehr meldete.

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Was dann beginnt, ist ein Wettlauf gegen Wetter und Zeit. Rund zwanzig Einsatzkräfte der Berg- und Höhlenrettung, der Polizei und der Feuerwehr durchkämmen noch am selben Tag die Berge rund um Verzegnis (Udine). Sie folgen dem Weg 811 ab der Sella Chianzutan, kontrollieren mögliche Unterschlupfe und steigen auf die Gipfel des Monte Bottai und des Monte Piombada – soweit es der Regen zulässt. Parallel sucht ein weiteres Team über den Weg 827 nach den Vermissten Wanderern.

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Es sind lange Stunden im Dauerregen, in denen jede Spur zählen kann. In dem Gebiet entdecken die Retter schließlich eindeutige Zeichen dafür, dass die Vermissten tatsächlich hier unterwegs waren – ein kleiner Hoffnungsschimmer in einer Nacht, in der alles gegen sie zu sprechen scheint.

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Noch während die Hauptwege, Nebenrouten und mögliche Abkürzungen zu Ende abgesucht werden, steht fest: Sollten die beiden nicht gefunden werden geht die Suche morgen weiter – mit noch mehr Personal und einem Hubschrauber, der die Teams in höhere Lagen bringen und zusätzlich Suchflüge aus der Luft ermöglichen soll, sobald Wetter und Sicht es zulassen. (ros)

Verwendete Quellen: Italienische Berg- und Höhlenrettung, nachrichten.at