Er soll Kinder misshandelt habenItalienische Polizei nimmt deutschen Guru fest!

Deutscher Guru soll Kinder misshandelt haben
Die italienischen Behörden werfen ihm KIndesmisshandlung vor: Mark Ravikiran Koppikar
Facebook/Shanti Mark R. Koppikar

Sie lebten unter prekären Bedingungen!
Mark Ravikiran Koppikar (59) soll sich selbst zum spirituellen Meister ernannt haben. Eine Gruppe seiner Anhänger lebte in einem heruntergekommenen Bauernhaus auf Sizilien – darunter zwei Kinder im Alter von sieben und elf Jahren. Ein Verwandter der Minderjährigen brachte den Stein nun ins Rollen.

Guru predigte Armut, aber liebte den Luxus

Etwa 15 Anhänger des deutsch-indischen Gurus Mark Ravikiran Koppikar lebten zusammen in einem alten, baufälligen Haus bei Cefalù auf Sizilien. Unter „prekären hygienischen Bedingungen” schreibt Euronews. Koppikar soll sich als Guru ausgegeben und seine Gefolgschaft zu einem mittellosen Leben im Einklang mit der Natur überredet haben. Selbst soll er aber den Luxus und Autos lieben.

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Unter seinen Anhängern befanden sich auch zwei Minderjährige (7, 11), die mittlerweile in der Obhut der Großeltern eines der beiden Kinder seien. Ein Jugendgericht habe beschlossen, sie aus der Gemeinschaft zu nehmen. Laut der Staatsanwaltschaft waren die beiden „Verhaltensweisen ausgesetzt, die als schwerwiegend schädlich angesehen werden”. Das Umfeld sei „durch Formen der Isolation und psychologischer Konditionierung gekennzeichnet”.

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Kinder mussten nachts Wache schieben

Auslöser der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war der Hinweis des Vaters einer der Anhängerinnen des Deutsch-Inders und Mutter eines der Kinder, meldet die Deutsche-Presse-Agentur. Der Mann, ein Hotelier aus Cefalù im Norden Siziliens, berichtete den Behörden von Manipulationen, denen seine Tochter durch die Gemeinschaft ausgesetzt gewesen sei, und von wiederholten Geldabhebungen der Frau.

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Die Kinder besuchten weder eine Schule noch seien sie geimpft oder jemals einem Kinderarzt vorgestellt worden. Man habe sie gezwungen, auf Luftmatratzen zu schlafen und nachts Wachdienste rund um das als „feucht und verwahrlost” beschriebene Haus zu leisten.

Koppikar lebt seit etwa zehn Jahren auf Sizilien und hält dort spirituelle Treffen ab. Laut Nachrichtenagentur Ansa soll er im Gegensatz zu seinen Anhängern in einer luxuriösen Villa gelebt haben. Angesichts bestehender Fluchtgefahr sitzt der Mann in Untersuchungshaft und soll wegen Beihilfe zur Misshandlung angeklagt werden.

Verwendete Quellen: Euronews, dpa, Facebook