Schreck in der NachtIn Halle (Saale) gehen die Sirenen los – Schuld waren wohl Hacker!

Alle wach??
„Achtung – aktiver Angreifer! Sofort in Sicherheit bringen!“ So schallte es am Wochenende plötzlich wie aus dem Nichts durch die Stadt Halle an der Saale. Im ganzen Stadtgebiet heulten die Sirenen. Kommen etwa die Russen? Nein – niemand kam. Denn wie sich jetzt herausstellte, waren offenbar Hacker am Werk, die das Notsystem der Stadt gekapert haben.

Ganze Stadt um 22.00 Uhr beschallt

Eine tiefe, männliche Stimme warnt eindringlich auf Englisch vor einem bewaffneten Angreifer. Und sie ruft den sofortigen Lockdown für die Stadt aus. Wer am Samstagabend in Halle (Saale) um 22.00 Uhr zufällig auf dem Balkon stand, dürfte wohl beunruhigt in den Himmel geschaut haben. Aber da kam nichts. Zum Glück!

Nach dem großflächigen Sirenenfehlalarm geht die Stadt inzwischen von einem Angriff auf ihr Warnsystem aus. Die Polizei ermittle zu dem Vorfall auf Hochtouren, teilte die Stadt mit. Weder die Stadt noch das Land Sachsen-Anhalt oder der Bund hätten den Alarm demnach ausgelöst. Zum jetzigen Zeitpunkt müsse mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem externen Angriff ausgegangen werden.

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Erst Alarm, dann Website lahm gelegt

Nach Angaben der Stadt wurden Maßnahmen zur Sicherung des Systems ergriffen. Alle Sirenen im Stadtgebiet seien inzwischen vor äußeren Zugriffen geschützt und weiterhin alarmfähig. Die Stadt war zunächst von einem technischen Defekt ausgegangen.

Auch die städtische Webseite war am Samstagabend kurzzeitig nicht erreichbar. Für den Ausfall sollen den Angaben nach ungewohnt hohe Zugriffszahlen während des Alarms verantwortlich sein. Ein Angriff auf die Webseite könne mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. (tbe/dpa)

Verwendete Quelle: dpa