Auf dem Weg nach BerlinFrau (35) schlägt Zugbegleiter: 100 Reisende müssen ICE verlassen

Bundespolizei - Symbolbild
Die Bundespolizei Magdeburg nahm die Frau mit aufs Revier. (Symbolbild)
pse axs ses pil ses cul, Patrick Seeger/dpa, Patrick Seeger

Schlag in den Bauch und zerrissene Kleidung!
Bei der Ticketkontrolle in einem ICE nach Berlin kommt es am Dienstagmorgen (24. Februar) zu einer brutalen Auseinandersetzung. Eine Frau soll laut Bundespolizei auf den Zugbegleiter losgegangen sein und ihn verletzt haben. Auslöser für die Gewalt soll ein falsches Ticket gewesen sein.

Nur mit einem Regio-Ticket unterwegs

Der Vorfall ereignete sich gegen 8.45 Uhr, teilt die Bundespolizei mit. Kurz nach der Abfahrt aus Hannover habe die Frau bei der Ticketkontrolle kein passendes Ticket vorzeigen können. „Die Frau händigte dem Zugbegleiter lediglich ein Quer-durchs-Land-Ticket aus“, erklärt die Polizei der HAZ.

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Dies gelte nur in Regionalzügen, wie der Zugbegleiter der 35-Jährigen erklärt habe, und „hilfsbereit” Alternativen ab dem nächsten Halt in Wolfsburg für sie rausgesuchte. Doch als sie den Zug in Wolfsburg nicht verließ, sei die Lage laut den Beamten eskaliert.

Im Video: Zugbegleiter stirbt nach Attacke in Homburg

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Polizei holt aggressive Frau am Bahnsteig ab

Statt mit einem anderen Zug die Fahrt fortzusetzen, habe die 35-Jährige laut der Polizei den Zugbegleiter gezielt aufgesucht und angegriffen. Als sie ihm dann gegenüberstanden habe, soll die 35-Jährige mit der Faust auf dessen rechte Körperseite geschlagen und „durch Festhalten und Ziehen seine Dienstjacke“ beschädigt haben, berichtet die HAZ.

Das Zugpersonal setzte einen Notruf ab. Beim nächsten Halt in Stendal (Sachsen-Anhalt) habe die Polizei die gewalttätige Frau in Empfang genommen. Gegen sie werde nun wegen Betrugs, Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

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100 Reisende in Stendal gestrandet

Doch nicht nur für die 35-Jährige ist die Fahrt an diesem Halt vorbei. Der Zugbegleiter klagte nach dem Vorfall über Bauchschmerzen und konnte die Fahrt nicht weiter fortsetzen, heißt es. Da es für ihn keinen Ersatz gab, endete die Fahrt damit auch für die 100 anderen Reisenden vorerst in Stendal. „Die etwa 100 Reisenden mussten den Intercity-Express verlassen“, teilt die Bundespolizei Magdeburg mit. Erst 45 Minuten später ging es für sie mit einem anderen ICE Richtung Berlin weiter. (okr)

Verwendete Quellen: HAZ