Tochter Megan schießt ein letztes Foto Wassermassen reißen Oma, Opa und Enkel mit sich

Die Mutter des Kindes erlebt das Drama mit - und kann ihren Liebsten nicht helfen...
Hurrikan Helene erweist sich für die USA als purer Horror: mindestens 128 Tote, unzählige überschwemmte Orte und hunderte vermisste Menschen, so die bisherige Bilanz. Wie dramatisch die Lage ist, zeigen Bilder eines Ehepaars aus Asheville (US-Bundesstaat North Carolina), die sich mit Tochter und Enkel auf das Dach ihres Hauses retten, aber vergeblich auf Hilfe warten.
Tochter Megan nimmt das letzte Foto ihrer Liebsten auf
Es ist ein tragisches Zeugnis des heftigen Hurrikans, der zurzeit auf Teile der USA trifft. Das Haus des Ehepaars Drye wird immer mehr von Wassermassen umspült. Autos treiben vorbei. Opa Mike und Oma Nora retten sich mit ihrem siebenjährigen Enkel Micah aufs Dach. Auch Micahs Mutter Megan sucht hier Schutz.
Verzweifelt hat die Familie bereits den Notruf gewählt, doch die Retter kommen kaum hinterher, alle Notfälle abzuarbeiten. Alles, was Tochter Megan noch tun kann, ist ein letztes Foto schießen. „Dies ist definitiv ein Moment, in dem der Glaube alles ist, was man hat“, schreibt Megans Schwester Jessica Drye nun auf Facebook.
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Als das Hausdach schließlich den Wassermassen nachgibt, kann Megan nur noch hilflos zu sehen, wie ihr Kind und ihre Eltern von den Fluten mitgerissen werden. Wie durch ein Wunder schafft sie selbst es, sich fest und über Wasser zu halten. Eine quälend lange Stunde muss sie noch ausharren, ehe sie gerettet wird, schreibt die Daily Mail.
Nur die Tochter überlebt
Nun erholt sich Megan im Krankenhaus. „Ich kann nicht in Worte fassen, was meine Schwestern und ich durchmachen. Bitte nehmt meine Schwester, die ihren Sohn verloren hat, in eure Gebete auf“, schreibt Jessica Drye in ihrem emotionalen Facebook-Post. Sie teilt das schwere Schicksal ihrer Familie in den sozialen Medien.

Mittlerweile konnte die Leiche des Enkels geborgen werden, wie Jessica schreibt: „Sie haben gerade Micahs Leiche gefunden. Er wurde hinter der Stelle gefunden, an der sie Megan gerettet haben. Er war so ein perfekter kleiner Junge, wollte ein Superheld sein“, heißt es auf Facebook. Von den Großeltern fehlt jedoch noch jede Spur.
Im Video: Wetter-Reporter rettet Frau vor den Helene-Fluten
Immer mehr Todesopfer durch Hurrikan Helene in den USA
Mehr als 128 Todesopfer in einem halben Dutzend Bundesstaaten werden dem gewaltigen Sturm mittlerweile zugeschrieben. Hurrikan Helene ist am späten Donnerstag (26. September) auf Florida getroffen, bevor er eine zerstörerische Schneise durch Georgia und North Carolina geschlagen hat. Bis zu 600 Menschen werden noch vermisst, sagt Liz Sherwood-Randall vom US-Heimatschutz.
Die Schwestern Jessica und Heather sammeln nun Spenden für die einzige Überlebende der Katastrophe, Megan. „Sie hat das Unvorstellbare überlebt und absolut alles verloren. Die Unterstützung anderer wird sie tragen und sie ermutigen, einen Atemzug, einen Schritt und einen Tag nach dem anderen zu machen“, schreiben sie auf der Spendenseite. (xes)
































