Tödliche Gefahr im Wasser „Hirnfressende Amöbe“ tötet Mann (34) – sechs Seen gesperrt!

Sie ist winzig, unsichtbar und kann tödlich sein!
In Mexiko stirbt ein 34-Jähriger nach einer Infektion mit der sogenannten hirnfressenden Amöbe. Der gefährliche Erreger kann beim Schwimmen über die Nase ins Gehirn gelangen. Jetzt ziehen die Behörden Konsequenzen.
„Hirnfressende Amöbe“ in Mexiko: Mann stirbt nach Infektion
Ein unsichtbarer Parasit wird einem 34-Jährigen in Mexiko zum Verhängnis! Der Mann arbeitet als Wasserskilehrer an einem künstlich angelegten See im Bundesstaat Yucatán. Im September stirbt er an einer schweren Hirninfektion, die durch den Erreger Naegleria fowleri ausgelöst wurde. Bekannt ist dieser auch unter dem erschreckenden Namen „hirnfressende Amöbe“.
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Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, haben die Behörden nach dem Todesfall neun Gewässer in der Stadt Mérida untersuchen lassen. In sechs davon werden Einzeller der Gattung Naegleria entdeckt, zu der auch der tödliche Erreger gehört. Das teilt Yucatáns Gesundheitsminister Alberto Alcocer mit. Die sechs künstlichen Seen, die für Freizeitaktivitäten genutzt werden, werden daraufhin gesperrt.
Wie gelangt die hirnfressende Amöbe ins Gehirn?
Besonders tückisch: Der gefährliche Parasit kann beim Schwimmen über die Nase in den menschlichen Körper gelangen. Von dort aus kann sich Naegleria fowleri bis ins Gehirn ausbreiten und eine schwere Entzündung auslösen.
Die Folgen können verheerend sein. Laut Robert Koch-Institut kommt der Erreger vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor. Er vermehrt sich hauptsächlich in warmen Gewässern. Gelangt er ins Gehirn, kann er eine Hirnhautentzündung verursachen, die in den meisten Fällen zum Koma und schließlich zum Tod führt.
Zwar sind Infektionen mit der sogenannten hirnfressenden Amöbe extrem selten. Kommt es jedoch zu einer Erkrankung, endet diese fast immer tödlich.
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Mexiko sperrt sechs Seen – was bedeutet das für Urlauber?
Der Todesfall sorgt ausgerechnet in einer Region für Sicherheitsmaßnahmen, die auch bei deutschen Urlaubern beliebt ist. Yucatán liegt auf der gleichnamigen Halbinsel im Südosten Mexikos. Bekannt ist die Gegend unter anderem für die berühmten Maya-Ruinen von Chichén Itzá und ihre natürlichen Süßwasserbecken, die sogenannten Cenoten.
Wichtig für Touristen: Die aktuellen Sperrungen betreffen ausschließlich sechs künstlich angelegte Seen in Mérida. Eine generelle Sperrung natürlicher Badegewässer wurde von den Behörden nicht bekanntgegeben. (anr)
Verwendete Quelle: dpa


