Er wollte nur helfen...Mann springt ins Gleisbett – Retter stirbt unter U-Bahn

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Im Hamburger U-Bahnhof Trabrennbahn wird ein Mann von einer U-Bahn überrollt und stirbt. (Symbolbild)
Fabian Höfig/NEWS5/dpa

Helfer wird von U-Bahn erfasst!
Ein Mann springt am U-Bahnhof Trabrennbahn in Hamburg kurz vor der Einfahrt einer U-Bahn ins Gleisbett. Sein Begleiter versucht offenbar noch, ihn zu retten – und wird von der Bahn erfasst. Für den Helfer kommt jede Hilfe zu spät.

Hamburg: Mann stirbt bei Rettungsversuch im Gleisbett der U-Bahn

Am U-Bahnhof Trabrennbahn im Nordosten der Stadt ist es am Sonntagmorgen zu einem tödlichen Unglück gekommen. Eine Gruppe von mindestens drei Männern soll auf die U1 gewartet haben, als einer von ihnen kurz vor der Einfahrt des Zuges plötzlich ins Gleisbett sprang, berichtet die Polizei.

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Ein weiterer Mann (36) wollte ihn offenbar festhalten. Dabei stürzte auch er auf die Gleise. Während sich der erste Mann noch auf die gegenüberliegende Seite retten konnte, wurde der Helfer von der einfahrenden U-Bahn erfasst und eingeklemmt. Er starb noch am Unfallort.

Fahndung nach den zwei Männern läuft

Nach Angaben der Polizei flüchteten der Mann, der zuerst ins Gleisbett gesprungen sein soll, und ein weiterer Begleiter anschließend aus dem Bahnhof. Mehrere Augenzeugen wurden vom Rettungsdienst betreut. Der U-Bahnverkehr zwischen Farmsen und Wandsbek-Gartenstadt wurde eingestellt. Fahrgäste sollen auf Ersatzbusse ausweichen. Wann die Strecke wieder freigegeben wird, war zunächst offen.

Bei einer groß angelegten Fahndung traf die Polizei auf drei Männer. Gegen einen 38-jährigen Algerier, der nach bisherigen Erkenntnissen vor die U-Bahn gesprungen sein soll, wird wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ermittelt. Die Ermittler prüfen zudem Hinweise, wonach die Beteiligten alkoholisiert und möglicherweise unter Einfluss weiterer berauschender Mittel standen.

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So handelt ihr am Gleis richtig

Wer eine Person im Gleisbett sieht, sollte nicht unüberlegt selbst hinunterspringen. Die Gefahr durch einfahrende Züge und Stromanlagen ist enorm.

  • Sofort den Notruf 112 wählen und deutlich sagen, an welchem Bahnhof und auf welchem Bahnsteig die Person liegt.

  • Den Notrufknopf oder die Notrufsäule am Bahnsteig nutzen, um die Leitstelle schnell zu informieren.

  • Andere Fahrgäste laut warnen und Abstand zur Bahnsteigkante halten.

  • Nicht selbst ins Gleisbett springen oder versuchen, eine Person allein herauszuziehen.

  • Wenn möglich, dem Zugführer durch deutliche Handzeichen signalisieren, dass Gefahr besteht.

  • Anweisungen von U-Bahn-Personal, Polizei und Feuerwehr unbedingt befolgen.

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In einer solchen Situation kann schnelles Alarmieren Leben retten – ohne sich selbst der unmittelbaren Gefahr im Gleisbereich auszusetzen. Wer den Notruf wählt oder die Notrufsäule am Bahnsteig nutzt, sorgt dafür, dass der Zugverkehr so schnell wie möglich gestoppt und professionelle Hilfe alarmiert wird. Wichtig ist, ruhig zu bleiben, andere Fahrgäste zu warnen und auf Abstand zur Bahnsteigkante zu achten.

Verwendete Quellen: Polizei Hamburg Hochbahn