„Dann hieß es, ich hätte nur noch wenige Tage zu leben”Lukes (26) „Migräne” entpuppt sich als bösartiger Hirntumor

Diagnose Hirntumor - Luke Taylors Symptome wurden von den Ärzten als Migräne gedeutet
Diagnose Hirntumor - Luke Taylors Symptome wurden von den Ärzten als Migräne gedeutet
action press

Dramatische Diagnose im Krankenhaus.
Luke Taylor leidet mehr als zehn Jahre immer wieder unter unerträglichen Kopfschmerzen und Übelkeit. Manchmal übergibt er sich tagelang. Sein Hausarzt versichert ihm, gesund zu sein und diagnostiziert „nur Migräne”. Dann folgt der Schock: Seine Kopfschmerzen kommen von einem seltenen Hirntumor.

Luke besteht auf ein MRT

„Ich war 26 und mir wurde gesagt, ich sei gesund – dann hieß es, ich hätte nur noch wenige Tage zu leben”, erzählt der mittlerweile 27-Jährige aus der Nähe von Manchester der britischen Zeitung Mirror. Im Juli 2025 verschlechtert sich der Zustand des Bauarbeiters dramatisch. Er leidet unter unerträglichen Kopfschmerzen und übergibt sich mehrmals täglich.

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Sein Hausarzt, den er wiederholt aufsucht, habe seine Symptome für „Migräne” gehalten. Luke glaubt ihm. „Eines Tages hatte ich die Nase voll von meinen Kopfschmerzen. Sie wurden immer schlimmer. Ich hätte vor Schmerzen weinen können“, sagt er. „Ich ging zum Arzt, und der meinte, ich hätte sehr starke Migräne, aber das ergab keinen Sinn. Mir war übel, ich hatte unerträgliche Schmerzen, und ich bestand auf eine MRT-Untersuchung.“

Lukes „Migräne” ist ein Hämangioblastom

Die Ärzte im Krankenhaus entdecken dabei einen extrem seltenen Hirntumor. Das „Hämangioblastom” kann sich im gesamten Gehirn und Rückenmark ausbreiten. Zum Zeitpunkt der Entdeckung ist der Tumor bereits größer als ein Golfball. Luke erfährt, dass er ohne dringenden chirurgischen Eingriff nur noch wenige Tage zu leben hat. Auch für den jungen Briten völlig unfassbar: „Ich war 26, als die Diagnose gestellt wurde. Ich hatte mein ganzes Leben noch vor mir. Ich habe eine Tochter, und ich wusste nicht, wie ich es meiner Familie sagen sollte.“

Luke entscheidet sich für den Eingriff: „Ich dachte, ich würde sterben.“ Neun Stunden dauert die Operation. Doch leider treten Komplikationen auf, die zu einer Hirnblutung führen. Das macht eine weitere Notoperation am nächsten Tag erforderlich. Seine 26-jährige Partnerin Nia Jones erzählt dem Mirror: „Ich sah Luke nach seiner Operation – er war völlig neben der Spur. Er lallte und konnte die Augen nicht öffnen.”

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Nach der OP muss Luke vieles neu lernen

Der 27-Jährige muss 18 Tage im Krankenhaus verbringen. Viele grundlegende Fähigkeiten wie Gehen, Sprechen und die Koordination seiner Hände muss er neu lernen. Nia: „Er konnte sich weder anziehen noch sein Essen selbst schneiden. Jeder Tag war frustrierend, anstrengend und emotional – für uns beide.” Aber die Familie ist fest entschlossen, zusammenzuhalten und alles zu tun, um bei Lukes Genesung zu helfen.

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Im November 2025 die erlösende Nachricht: Die Operation ist insgesamt erfolgreich verlaufen, der ganze Tumor ist dabei entfernt worden. Für die nächsten zehn Jahre muss Luke sich nun alle sechs Monate untersuchen lassen. „Ich war überwältigt, als sie mir sagten, dass die Operation erfolgreich war“, sagt Luke. „Ich habe bitterlich geweint, so glücklich war ich, dass alles entfernt werden konnte.”

Luke möchte jetzt Spenden für andere Kranke sammeln

Luke und Nia wollen jetzt auch anderen Menschen helfen. Für den 18. Juli 2026 plant das Paar, zusammen mit seiner Schwester Leah und ihrem Partner Gary, die „Yorkshire Three Peaks” („Drei Gipfel Yorkshires”) zu besteigen. Sie wollen Spenden für eine Organisation sammeln, die sich für eine schnellere Diagnose von Hirntumoren einsetzt. Und die sich auch um Luke gekümmert hat.

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„Wir haben als Familie viel durchgemacht. Wir wollen Geld für die Wohltätigkeitsorganisation sammeln, die uns so sehr unterstützt hat, und anderen Mut machen“, erzählt Nia Jones. „Wir möchten den Menschen zeigen, dass es Hoffnung gibt und sie diese Krankheit überwinden können.“

Verwendete Quellen: Mirror