Mutter klagt gegen SchuleAutistischer Sohn (8) soll in „Holzkäfig für Hunde“ gesperrt worden sein

In diese Holzbox soll der autistische Junge eingesperrt worden sein.
In diese Holzbox soll der autistische Junge eingesperrt worden sein.
Facebook/chrissy.jacobs9909

Er kann nicht sprechen, nur schreien – und wurde offenbar eingesperrt!
Eine Mutter aus dem US-Bundesstaat New York erhebt schockierende Vorwürfe: Lehrer sollen ihren achtjährigen autistischen Sohn in einen Holzkäfig gesperrt haben – mitten im Unterricht. Nun zieht sie vor Gericht.

„Sie haben seine Behinderung ausgenutzt”

Die Geschichte sorgt in den USA für Entsetzen. Rhonda G., 37, Mutter von vier Kindern aus Franklin County, hat nun offiziell eine Schadensanzeige beim Salmon River Central School District eingereicht. In dem Schreiben kündigt sie an, die Schule wegen der „unmenschlichen Behandlung ihres behinderten Sohnes“ zu verklagen – und fordert, dass solche Praktiken nie wieder einem Kind zugemutet werden, wie die New York Post berichtet.

„Ich fühle mich verraten“, sagte Rhonda. „Sie haben seine Behinderung ausgenutzt, weil er sich nicht verteidigen kann. Er kann nur schreien, weinen oder versuchen, wegzulaufen. Und ich glaube, deshalb haben sie diesen Kasten besorgt, um ihn hineinzustopfen und die Tür einfach zuzumachen.“

Auch andere Eltern reagieren fassungslos. „Das ist krank“, schrieb eine Mutter. „Das soll eine Schule für unsere geliebten Kinder sein, kein Gefängnis in Kindergröße.“

Lese-Tipp: Erzieher (25) schubst autistisches Mädchen (4) von Bank

Für Rhonda G. kam die Nachricht völlig überraschend. „Mein erster Gedanke war: Wow, das ist ja Wahnsinn!“, sagt sie. „Und ich hoffte inständig, dass mein Sohn da nie drin war. Ich habe das kommentiert, und dann meldete sich jemand bei mir und sagte, er habe gehört, es sei für ihn”, sagt sie. „Mir war total übel.”

Video-Tipp: Lebensgefahr bei Extremhitze! Junge (2) schließt sich alleine in Auto ein

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Schulleiter inzwischen entlassen

Vom Schulbezirk selbst gab es zunächst keine Stellungnahme, wie die New York Post berichtet. Doch nachdem das Thema online Wellen schlug, ruderten die Verantwortlichen zurück: Der Schulratspräsident entschuldigte sich öffentlich bei den Eltern und kündigte eine umfassende Untersuchung an – gemeinsam mit der lokalen Stammespolizei, der Staatspolizei und dem Bildungsministerium von New York.

Lese-Tipp: Mirella 27 Jahre in ihrem Kinderzimmer eingesperrt

Inzwischen teilte der Bezirk mit, dass der bisherige Schulleiter entlassen wurde. Ein neuer kommissarischer Superintendent sei bereits ernannt worden.

Verwendete Quellen: nypost.com