Rettungskräfte suchen weiter nach VermisstenZweite Leiche nach Hauseinsturz in Görlitz gefunden

Einsatzkräfte durchsuchen einen Trümmerberg nach dem Einsturz eines Hauses in Görlitz
Einsatzkräfte suchen im Trümmerberg eines eingestürzten Hauses in Görlitz nach weiteren Vermissten.
Paul Glaser/dpa

Rettungskräfte bergen weitere Tote.
Teils mit bloßen Händen graben sich die Einsatzkräfte nach dem Einsturz eines Hauses im sächsischen Görlitz durch den Trümmerberg. Nun machen sie einen zweiten traurigen Fund – und suchen weiter.

Wettlauf gegen die Zeit

Nach dem dramatischen Hauseinsturz in der sächsischen Stadt Görlitz ist in den Trümmern eine zweite Leiche gefunden worden. Es handle sich um die zuvor vermisste 26-Jährige aus Rumänien, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Leiche wurde demnach im vorderen Teil des eingestürzten Hauses geborgen.

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In der Nacht hatten die Einsatzkräfte bereits die Leiche einer vermissten 25 Jahre alten rumänischen Touristin gefunden. Nach dem dritten Vermissten werde weiter gesucht, vor allem im hinteren Bereich der Trümmer.

Video-Tipp: Suche nach Vermissten nach Hauseinsturz

Das Haus, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, war am Montagabend aus bislang ungeklärter Ursache eingestürzt. Nach den drei Vermissten hatten die Einsatzkräfte unermüdlich unter anderem auch mit Spürhunden gesucht, teils arbeiteten sich die Einsatzkräfte auch mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg.

Beim Bergen von Trümmerteilen waren auch mehrere Radlader, Bagger und Kräne im Einsatz. Die Belastung für die Einsatzkräfte selbst war hoch. Es gebe viel Staub, die ganze Zeit müsse mit Schutzmasken gearbeitet werden, sagte der Sprecher der THW-Einsatzleitung Daniel Hofmann.

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Ursache weiter unklar

Die genaue Ursache des Unglücks in der Stadt im Osten Sachsens steht nach wie vor nicht fest. „Aber es sieht nach einer Gasexplosion aus”, sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU). Wenige Stunden nach dem Zusammensturz des Gründerzeithauses wurde nach Polizeiangaben ein Gasleck gefunden.

Östlichste Stadt Deutschlands

Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Sie liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und hat 57.000 Einwohner. Seit 1998 bildet Görlitz zusammen mit der östlich gelegenen polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen unzerstörten Altstadtkulisse ist die Stadt auch ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen.

Das eingestürzte Gründerzeithaus stand in der James-von-Moltke-Straße in der Nähe des Görlitzer Bahnhofs. Der Bereich um das Haus wurde nach dem Einsturz weiträumig evakuiert und abgesperrt.

Verwendete Quelle: dpa