Medikamente werden knapp – Essen und Trinken nicht Gestrandet in Abu Dhabi! So sieht der Alltag auf der „Mein Schiff 4” jetzt aus
Diese Kreuzfahrt haben sich ALLE anders vorgestellt!
Nur kann die „Mein Schiff 4” wirklich nichts dafür, dass am Sonntag (1. März) mindestens zwei Drohnen in der Nähe des Kreuzfahrtschiffs (Platz für gut 2.500 Passagiere) in Abu Dhabi eingeschlagen sind. RTL.de sprach mit drei Passagieren an Bord. Sie schildern ihren aktuellen Alltag an Bord, wenn der Krieg gerade zwei Kilometer vor der Gangway eskaliert. Was passiert ist, seht ihr im Video!
„Mein Schiff 4”: Das sagt die Reederei
Es sind schlimme Tage, die die Menschen in der Krisenregion durchleben. Seit Samstag bombardieren Israel und die USA den Iran. Inzwischen ist von fast 800 Toten die Rede. Und der Iran schlägt zurück, mit Racheangriffen auch auf die Staaten der direkten Nachbarschaft.
Auch „Mein Schiff” hat sich inzwischen auf Instagram gemeldet und stellt klar: „Mit großem Mitgefühl verfolgen wir die Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere, da unsere Schiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 derzeit in den Häfen von Abu Dhabi bzw. Doha liegen.” Weiter heißt es: „Die Sicherheit und das Wohlergehen aller Gäste und Crewmitglieder an Bord haben für uns oberste Priorität. Wir stehen in engem Austausch mit den Behörden, Sicherheitsexperten sowie Partnern und arbeiten mit Hochdruck daran, verlässliche Informationen zu aktuellen Flugverbindungen zu erhalten.” Das kann auch Familie Hallatsch aus Rösrath (NRW) bestätigen, die ebenfalls an Bord der „Mein Schiff 4” ist. Es würden auch schon Passagiere ihren Flug nach München kennen.

Tanja Hallatsch erzählte RTL am Sonntag: „Heute Nachmittag gab es auf einmal einen extrem lauten Knall. Zwei Minuten später kam sofort die Durchsage, dass wir uns aus den Kabinen sofort ins Innere des Schiffs begeben und nicht an die Fenster sollen.” Es waren die Racheschläge des iranischen Mullah-Regimes. Denn seit dem Wochenende greifen die USA und Israel den Iran an.

Für Familie Hallatsch ist es eine wilde Reise, gerade für die 81-jährige Heike Hallatsch. Die Seniorin meint aber: „Die aktuelle Lage entspannt ein wenig, die Stimmung wird auch besser, aber es ist schon komisch.” Ihre Tochter Tanja lobt die Crew und erzählt RTL: „Für Babys wurden Windeln verteilt und man teilte uns heute mit, dass für deutsche Staatsbürger zweimal am Tag, dem Amt die Namen mitgeteilt werden, die sich hier auf dem Schiff befinden. Dazu stehen sie laut Durchsagen im engen Kontakt mit allen Behörden.”

Die Durchsagen auf dem Schiff werden immer mit Spannung erwartet. So wurde auch darauf hingewiesen, dass unter anderem wieder Landgänge auf eigene Verantwortung möglich sind. Dazu öffnen auch vereinzelt wieder die Decks. Bars und Restaurants sind laut Familie Hallatsch ganz normal geöffnet und auch das Programm mit Musik und Kultur läuft weiter. Hallatsch meint: „Das Essen und Trinken sind nicht eingeschränkt, es wird für Ablenkung gesorgt. Die Crew ist echt sehr freundlich zu den Passagieren, man merkt denen die Lage nicht zu extrem an. Sie versuchen, Ruhe zu bewahren. Das wirkt sich auch auf die Passagiere aus, sie sind untereinander friedlich und respektvoll.”
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Kurios sind nur die aktuellen Preise an Bord. „Ich wollte gerade noch Deo und eine Zahnbürste kaufen. Die Dame im Beautyshop meinte, ich sollte es jetzt nehmen, weil es Engpässe gibt. Deo kostet 21 Euro, die Zahnbürste drei Euro”, so Tanja Halltsch.
Medikamente sorgten für Unruhe
So gut also die Versorgung an Bord ist, so sorgte eine Durchsage für ein wenig Unruhe, denn nur „die, die wirklich heute Medikamente bräuchten“, sollten zum Bord-Hospital kommen. Dennoch entstand eine lange Wartezeit. Die Reisegruppe aus Nordrhein-Westfalen: „Das ist ein wenig komisch organisiert, daher war auch kurz Chaos.”
„Mein Schiff” ergänzt daher nochmal: „Wir stehen im Kontakt mit den betroffenen Gästen. Sollten weitere Anpassungen erforderlich werden, setzen wir uns umgehend und proaktiv mit den gebuchten Gästen in Verbindung, da wir die Situation fortlaufend bewerten und Entscheidungen stets auf Grundlage aktueller behördlicher Empfehlungen treffen. Unsere Krisenstrukturen sind aktiviert und unsere Teams an Bord wie an Land arbeiten rund um die Uhr.”
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
Hinweise: Abu Dhabi ist Deutschland zeitlich drei Stunden voraus. Dieser Bericht wurde aktualisiert.


