RTL weiß es exklusivGerhard Schröder in Moskau

Was macht Gerhard Schröder (82) in Moskau?
Der frühere SPD-Bundeskanzler ist in der russischen Hauptstadt. Das weiß RTL exklusiv.
RTL- und ntv-Korrespondent Rainer Munz hat Schröder am Dienstag (2. Juni) im Hotel Kempinski gesehen. Der 82-jährige frühere SPD-Chef gilt als persönlicher Freund Putins und war auch nach dem Beginn der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine für russische Energiefirmen tätig. Zuletzt hatte die deutsche Bundesregierung einen Vorschlag des russischen Präsidenten für eine Vermittlerrolle Schröders im Ukraine-Krieg zurückgewiesen. Am 3. Juni beginnt das Sankt Petersburger Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF). Schröder könnte dafür nach Russland gereist sein.
Der Altkanzler verschwand in einem Lift, bevor unser Korrespondent ihn ansprechen konnte.
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Wladimir Putin hatte Gerhard Schröder als Unterhändler ins Spiel gebracht: „Kann man vertrauen”

Vor rund drei Wochen hatte Russlands Präsident Putin der EU vorgeschlagen, Ex-Kanzler Schröder als Unterhändler im Krieg zwischen seinem Land und der Ukraine zu ernennen.
Ende Mai dann hatte Putin seinen Vorschlag verteidigt: „Als ich den Namen von Herrn Schröder genannt habe, hatte ich einen Menschen im Blick, dem man vertrauen kann”, sagte er in der kasachischen Hauptstadt Astana. Dass er mit Schröder befreundet sei, sei dabei kein Minuspunkt. „Was ist daran schlecht?”, fragte er. Schließlich gehe es um Vertrauen. Der ehemalige deutsche Kanzler vertrete schließlich trotzdem nationale Interessen.
Putin betonte dabei, dass Russland der EU nicht vorschreibe, wen sie zum Unterhändler für eventuelle Gespräche über ein Ende des Kriegs in der Ukraine ernenne. Doch für ergiebige Verhandlungen sei ein Partner nötig, der nicht mit scharfen Tönen gegenüber Russland aufgefallen sei, meinte er. Der EU warf er zugleich vor, den Dialog mit Moskau zu verweigern.
Schon am 9. Mai, dem Tag, an dem Russland den Jahrestag seines Sieges im Zweiten Weltkrieg über Hitler-Deutschland begeht, hatte Putin die Kandidatur Schröders bei möglichen Ukraine-Verhandlungen ins Spiel gebracht. Dieser wäre als EU-Gesandter ein annehmbarer Gesprächspartner für Moskau, hatte er gesagt. In Brüssel stieß dieser Vorschlag vornehmlich auf Ablehnung.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, dpa


