Er saß über ein Jahr in einem Lieferwagen fest„Es ist Horror, es gibt keine Worte” – jetzt sprechen die Nachbarn des eingesperrten Jungen (9)

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Nachbarin Lorraine ist erschüttert vom Schicksal des Jungen
BFM

Niemand hat etwas bemerkt.
Seit Tagen macht dieser Fall aus Hagenbach (Frankreich) Schlagzeilen. Ein Neunjähriger wird nackt, unterernährt und in seinen Exkrementen liegend in einem Kleinbus gefunden. Der Vater soll ihn dort mehr als ein Jahr lang eingesperrt haben. Jetzt sprechen die Nachbarn der Familie.

Nachbarn glauben lange, die Geräusche kämen von einer Katze

Am Ostermontag (6. April) macht die elsässische Polizei in einem Dorf eine Entdeckung, die für Entsetzen sorgt. Ein kleiner Junge, gerade einmal neun Jahre alt, ist in einem Lieferwagen eingesperrt. Und das seit mehr als einem Jahr. Im Ort hatte der Vater erzählt, sein Sohn sei aufgrund psychischer Probleme in Obhut genommen worden. In dem kleinen Ort Hagenbach, in dem nicht einmal 800 Menschen leben, hat kein Nachbar das Drama mitbekommen, das sich nur ein paar Meter von ihnen entfernt abgespielt hat.

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Danielle, eine Nachbarin der Familie, erzählt der französischen Nachrichtenagentur BFM, dass sie tagtäglich im Haus ein und aus gehe. „Es tut uns wirklich weh, was da passiert ist. Wir verstehen es nicht.” Sie habe absolut nichts gehört oder etwas bemerkt. „Es ist Horror, es gibt keine Worte.” Danielle habe das Gefühl, in einem Film oder Traum zu leben. „Und vielleicht ist es ja gar nicht wahr, aber wir können es einfach nicht begreifen.”

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Dunkelheit, Müll, seine eigenen Ausscheidungen – all das musste das Kind, das seit etwa November 2024 in dem Lieferwagen eingesperrt war, ertragen. Lange Monate quält sich der Junge in seinem parkenden Verlies, doch schließlich rufen Nachbarn die Polizei. Sie können den Aussagen des Vaters, dass dort „nur eine Katze” für die Geräusche verantwortlich sei, nicht mehr glauben.

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„Das sind Leute, denen ich oft begegne”

Lorraine, eine weitere Nachbarin, zeigt sich ebenfalls erschüttert: „Es ist beunruhigend zu hören, dass der kleine Mann so in diesem Lieferwagen gelebt hat, unter solch unbequemen Bedingungen.” Sie hoffe, dass es dem Kind bald besser gehe. Sowohl seelisch als auch körperlich. „Es muss wirklich sehr, sehr hart für ihn sein.”

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Auch Francesco hätte solch eine Tragödie in seinem kleinen Wohnort niemals für möglich gehalten. Er kennt die Familie und berichtet BFM: „Das sind Leute, denen ich oft begegne, wenn ich mit dem Hund Gassi oder mit meinen Freunden spazieren gehe.” Man grüße sich und kenne sich vom Sehen. „Es fühlt sich wirklich komisch an.”

Verwendete Quellen: BFM