Vater bestätigt Aussagen des JungenSohn (9) in Lieferwagen eingesperrt – Ermittler teilen neue erschreckende Details

Neue Aussagen des Jungen und der Nachbarn.
Ein Neunjähriger wurde über ein Jahr lang in einem Lieferwagen eingesperrt – von seinem eigenen Vater. Nun gibt es neue Details über den schockierenden Fall aus Frankreich.
Vater hat seinen Sohn ein Jahr lang in Lieferwagen gesperrt
In Mulhouse hat die Polizei Anfang der Woche einen 43-jährigen Mann festgenommen, weil er seinen eigenen Sohn über ein Jahr lang in einem Lieferwagen eingesperrt haben soll. Der Mann soll mit seiner Partnerin und zwei anderen Kindern zusammen in einer Wohnung gelebt haben, während sein Sohn auf dem Hof des Hauses in dem Fahrzeug festsaß.
Viele Fragen sind noch offen – doch nach und nach werden immer mehr Details bekannt.
So hat das Paar das Verschwinden des Jungen erklärt
So berichtet der französische Nachrichtensender BFM unter Berufung auf eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft etwa, dass Nachbarn angegeben hätten, das Kind sei 2024 „über Nacht verschwunden”. Das Paar habe seine Abwesenheit demnach damit erklärt, dass der Junge „aufgrund seiner psychischen Probleme“ in Obhut genommen wurde.

Für die psychischen Probleme, die der Junge laut des Paares haben soll, liegen laut Staatsanwaltschaft derzeit jedoch keine medizinischen Beweise vor, schreibt BFM. Der Neunjährige sei zudem „bis 2024 in Mulhouse in der Vorschule (erste Klasse) eingeschult” gewesen und die schulischen Leistungen seien demnach „sehr gut” gewesen.
Die Nachbarn hätten zudem angegeben, immer wieder Geräusche aus dem Lieferwagen gehört zu haben, doch darauf angesprochen, habe der Vater diese stets mit einer Katze erklärt. Auch der Polizei habe er bei deren Eintreffen eine Begründung für die Geräusche im Inneren des Lieferwagens weiß machen wollen. Wie es heißt, habe er angegeben, dass sich seine Tochter bei der Suche nach etwas im Fahrzeug eingeschlossen habe und er die Türen aufgrund einer Fehlfunktion des Schließsystems nicht öffnen könne. Nach 30 Minuten sei es den Polizisten dann aber gelungen, den Jungen zu befreien.
Vater in Untersuchungshaft, Partnerin streitet alles ab
Zusätzlich zu den bisherigen Aussagen des Jungen, dass er seit September oder Dezember 2024 in dem Lieferwagen eingesperrt gewesen sei und Ende 2024 das letzte Mal geduscht habe, schreibt BFM, dass er zudem gesagt habe, er habe ein Bündel Kleidung dabeigehabt, habe in Plastikflaschen urinieren und seine andere Notdurft in Müllsäcken verrichten müssen. Zweimal täglich habe sein Vater ihm Essen und Trinken in den Lieferwagen geworfen.
Im Sommer 2025, als der Rest der Familie im Urlaub war, habe der Vater seinem Sohn erlaubt, in die Wohnung zu gehen. Er habe ihm ein Handy gegeben, über das er seinem Sohn gesagt habe, wann er aus dem Lieferwagen heraus dürfe oder wann er die Wohnung verlassen könne.
Mittlerweile soll der Vater die Aussagen des Jungen bestätigt haben, während seine Partnerin alle Anschuldigungen von sich weise. Der Mann sitzt laut BFM derzeit in Untersuchungshaft, eine Anhörung sei für kommenden Montag (13. April) geplant. Die Frau befinde sich unter richterlicher Aufsicht.
Verwendete Quelle: BFM


