Wie weit kamen die eingeschleppten Insekten?Weitere Malaria-Fälle in Frankfurt - aber diesmal außerhalb des Flughafens

Mücke mutmaßlich per Flugzeug eingeschleppt!
In Frankfurt (Main) sind erneut Menschen an Malaria erkrankt. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass dies mit einer Mücke vom nahegelegenen Flughafen zusammenhängt. Erst vor wenigen Wochen hatte es dort Fälle gegeben.
Anwohner von Flughafen-Malaria betroffen
Nach mehreren Malariafällen bei Mitarbeitern des Frankfurter Flughafens sind jetzt zwei Anwohner betroffen. Die Erkrankten wohnen nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamts im Stadtteil Schwanheim, der sich in unmittelbarer Nähe zum Flughafen befindet. Die beiden Erkrankten sind demnach in medizinischer Behandlung.
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Bei Symptomen dringend zum Arzt gehen
„Die Infizierten haben keine Auslandsreisen gemacht”, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Peter Tinnemann. Sie arbeiteten auch nicht am Flughafen. Wegen der Nähe zum Airport sei dennoch derzeit von einer sogenannten Flughafen-Malaria auszugehen. Bürgerinnen und Bürger sollten sich keine Sorgen machen, bei ungewöhnlichen Symptomen aber zum Arzt gehen.
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„Dies gilt insbesondere für Menschen, die am oder im Umfeld des Frankfurter Flughafens arbeiten oder sich dort aufhalten beziehungsweise in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen”, sagte Tinnemann. Neben Fieber könnten unter anderem Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
Mücke verbreitet gefährlichste Variante
Bereits Ende August waren insgesamt sechs Malariaerkrankungen bei Mitarbeitern des Flughafens bekannt geworden. Für zwei Beschäftigte endete die Erkrankung tödlich.
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Ursache der Infektionen sollten Mücken aus einem Malariagebiet sein, die mutmaßlich mit dem Flugzeug nach Deutschland kamen. Bei allen Erkrankungen soll es sich um Fälle von Malaria tropica handeln – der gefährlichsten Variante der Krankheit, so das Gesundheitsamt. Ob es einen Zusammenhang mit den bereits bekannten Fällen gibt, werde noch untersucht.
Ähnliche Fälle, bei denen eine Infektion bei Anwohnern in der Nähe eines Flughafens aufgetreten ist, seien in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland nicht bekannt, so Tinnemann.
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Keine Übertragung von Mensch zu Mensch
Malaria ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Sie sei bei frühzeitiger Diagnose und schnell eingeleiteter Behandlung gut und vollständig behandelbar, heißt es. Die „sehr seltene” Flughafen-Malaria entstehe, wenn eine infektiöse Mücke im Flugzeug oder Gepäck importiert werde. Die Infektion erfolge dann im Flugzeug, im Flughafen oder in dessen unmittelbarer Umgebung, so das Robert Koch-Institut.
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Wie sich die Anwohner mit Malaria infiziert haben, werde derzeit untersucht, erklärt das Gesundheitsamt. Die Infektion sei jedoch auf eine Mücke zurückzuführen. Von Mensch zu Mensch werde Malaria nicht übertragen.
Das Frankfurter Gesundheitsamt hat für Bürgerinnen und Bürger eine Hotline eingerichtet. Diese ist telefonisch unter 069 / 212‑30030 zu erreichen. Auch Klinikpersonal in Frankfurt soll darauf hingewiesen werden, bei Patientinnen und Patienten eine mögliche Flughafen-Malaria zu bedenken. (okr)
Verwendete Quellen: dpa






























