Mysteriöse Ansteckungen nahe FlughafenMalaria-Infektionen in Frankfurt: Zwei neue Fälle in Schwanheim – Ursache unklar

In Frankfurt sterben zwei Flughafenmitarbeiter an Malaria. Kurze Zeit später wird bekannt, dass weitere Personen erkrankt sind. Unklar ist, wie sie sich infiziert haben.
Nach dem Tod zweier Menschen durch Malaria am Flughafen von Frankfurt am Main sind zwei weitere Infektionsfälle bekannt geworden. Die beiden Betroffenen arbeiten nicht am Flughafen und waren auch nicht in einem Malaria-Endemiegebiet, wie die Stadt mitteilte. Wie es zu den Infektionen gekommen ist, ist noch unklar. Die Betroffenen leben im Stadtteil Schwanheim, der nahe am Flughafen liegt.
Das Gesundheitsamt der Stadt bat die Behörden, Arztpraxen und Kliniken für das Malaria-Geschehen zu sensibilisieren. Bei einer frühen Diagnose sei die Krankheit gut und vollständig behandelbar. Ärztinnen und Ärzte sind aufgefordert, bei Patientinnen und Patienten mit unklarem Fieber auch dann eine Erkrankung mit Malaria in Betracht zu ziehen, wenn zuvor keine Reise in ein Malariagebiet stattfand. Dies gelte vor allem für Menschen, die am oder nahe des Flughafens arbeiten oder leben.
Seit Anfang Juli erkrankten insgesamt sechs Mitarbeiter des Flughafens an Malaria. Zwei von ihnen starben. Keiner von ihnen war zuvor in einem Malariagebiet. Nach Angaben der Stadt wird die Krankheit im Alltagskontakt nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Für eine Übertragung sei ein Stich einer infizierten Mücke nötig.
Infizierte Mücke reiste wohl mit
Vermutlich war eine infizierte Mücke, die in einem Flugzeug nach Deutschland kam, der Grund für die Infektionen. Früheren Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge ist davon auszugehen, dass die Infektionen von einer per Flug importierten Anophelesmücke stammen.
Normalerweise kommt Malaria in Deutschland nur bei Fernreisenden vor, die sich im Ausland infizierten. Eine Flughafenmalaria ist laut RKI hierzulande ein seltenes Ereignis, der letzte Fall sei 2023 dokumentiert worden. Für die Betroffenen könne das bedeuten, dass sie erst spät diagnostiziert werden.
Verwendete Quellen: rog/AFP


