Explosionen an der LandebahnWegen Hochzeitsfeier! EasyJet-Flieger muss Landung abbrechen

EasyJet Europe Airbus A319 Departs From Amsterdam EasyJet Europe Airbus A319 aircraft as seen during taxiing, rotate an
Ein EasyJet-Flieger musste wegen einer Hochzeitsfeier seine Landung abbrechen.
IMAGO/NurPhoto
von Camilla Koziol

Sehr ärgerlich für alle Beteiligten!
Ein Pilot der Fluggesellschaft EasyJet will am Ostersonntag einfach nur laden. Doch plötzlich sieht er in der Nähe der Landebahn am Flughafen Paris-Orly Feuer, Rauch und Explosionen. Geistesgegenwärtig startet er durch und nimmt mit dem Tower Kontakt auf. Die Ursache des Zwischenfalls auf Flug U24847 macht nur wütend.

Hochzeitskorso sorgte für Irritationen an Flughafen

Ostersonntag, gegen 17.40 Uhr: Der Pilot einer EasyJet-Maschine aus Venedig befindet sich gerade im Landeanflug, als er kurz vor der Landebahnschwelle 3 (auch bekannt als Landebahn 25) plötzlich kleine Explosionen und Rauchwolken am Boden bemerkt, die Feuerwerkskörpern ähneln. Der Kapitän bricht den Landeanflug sofort ab, um die Sicherheit der Passagiere und des Flugzeugs nicht zu gefährden. Er erhöht die Triebwerksleistung, nimmt wieder Fahrt auf und steigt sofort wieder auf, um sich so weit wie möglich vom Ort zu entfernen, berichtet Le Parisien. „Das Flugzeug wurde zu keinem Zeitpunkt von einem Geschoss getroffen“, bestätigt EasyJet der Zeitung später in einem Statement.

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EasyJet: Fluggäste waren nicht in Gefahr!

Aufgrund des Vorfalls sperrten die Fluglotsen die Startbahn 3 für 90 Minuten. Ihnen blieben nur noch die zu dieser Zeit üblicherweise für Starts genutzte Startbahn 4 und die für Notfälle und Ausnahmefälle reservierte Startbahn 2. Der EasyJet-Flug wurde auf Startbahn 4 umgeleitet, wo er laut Pariser Staatsanwaltschaft „ohne Zwischenfälle“ landete.

„Die Sicherheit der Passagiere an Bord war zu keinem Zeitpunkt gefährdet“, betonte die Fluggesellschaft. „Die Piloten sind bestens qualifiziert, um vorsorglich und gemäß unseren Verfahren einen Durchstart durchzuführen. Der Flug landete anschließend planmäßig.“ Der Staatsanwaltschaft liegt inzwischen ein Video vor. Es zeigt eine unbekannte Hochzeitsgesellschaft, die Mörser abfeuert.

Der Hochzeitskonvoi bestand laut Le Parisien aus etwa 15 Fahrzeugen, darunter mehrere Pkw und Quads. Die Staatsanwaltschaft selbst erwähnte dem Bericht zufolge lediglich die Anwesenheit „einer Limousine und mehrerer Personen, die Mörser in die Luft feuerten“. Die Suche nach den Verdächtigen verlief bisher erfolglos.

Verwendete Quellen: t-online.de, Le Parisien