Kein Tisch mehr inklusive?Billigflieger könnten bald extra kassieren

Neues Sitzkonzept von Recaro sorgt für Aufsehen.
Der Klapptisch im Flugzeug könnte bald Geschichte sein. Zumindest, wenn sich ein neues Konzept des deutschen Sitzherstellers Recaro durchsetzt. Statt fest verbauter Tische sollen Passagiere künftig selbst entscheiden – und womöglich extra zahlen.
Stecksystem statt Standard-Tisch
Recaro präsentiert auf der Kabinenmesse AIX in Hamburg eine sogenannte „Plugin-Table-Solution“. Hinter dem Sitz befindet sich dabei nur noch ein schmaler Schlitz. Dort lassen sich verschiedene Module einschieben: etwa Mini-Tischchen, Handyhalter oder Flaschenhalter.
Die Idee dahinter: maximale Flexibilität bei minimalem Gewicht.
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Airlines sparen – Passagiere zahlen?
Der Clou für Billigairlines: Weniger Gewicht bedeutet geringeren Treibstoffverbrauch, niedrigere Kosten und weniger Emissionen. Gleichzeitig könnten Zusatzmodule als kostenpflichtige Extras angeboten werden – ähnlich wie Gepäck oder Sitzplatzreservierungen.
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Laut Recaro könnten Passagiere ihre Wunsch-Module sogar vorab buchen. Denkbar wäre auch, dass Reisende eigene Elemente per 3D-Druck herstellen und mitbringen.

Nutzung nur im Reiseflug erlaubt
Ein Haken bleibt: Die Module dürfen nur während des Reiseflugs verwendet werden – nicht bei Start und Landung. Auch die Reinigung würde außerhalb des Flugzeugs erfolgen.
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Airlines noch skeptisch
Trotz der Vorteile gibt es bisher keinen Kunden. „Die Airlines haben noch Respekt davor, den Tisch wegzulassen“, sagt Recaro-Manager André Frischknecht. Doch angesichts steigender Treibstoffpreise könnte sich das bald ändern.
Verwendete Quelle: Aerotelegraph


