Abgeordnetenhauswahl in BerlinFast jeder Zweite unter 35 wählte die Linke

Supporters of the Die Linke party celebrate after the announcement of the first preliminary election results following the closure of the polling stations at Festsaal Kreuzberg in Berlin, Germany, on September 20, 2026. The preliminary results indicate that the party, led by main candidate Elif Eralf, won Berlin's state elections with around 24% of the votes. (Photo by Emmanuele Contini/NurPhoto)
Mit umstrittenen Forderungen wie Enteignungen punktet die Linke bei vielen jüngeren Menschen.
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In der Hauptstadt kommt es zu einem Linksrutsch, den die Linke laut den Umfrageinstituten vor allem den jüngeren Wählerinnen und Wählern zu verdanken hat. Die Partei konnte offenbar mit ihrem Kampf für bezahlbare Mieten punkten.

Die Linke verdankt ihren Sieg bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin vor allem jüngeren Menschen. Bei den 25- bis 34-Jährigen stimmte mit 49 Prozent fast jeder Zweite für die Partei, wie aus einer vorläufigen Analyse des Instituts Infratest dimap für die ARD hervorgeht. Auch bei den Jungwählern zwischen 16 und 24 Jahren konnte die Linkspartei mit 43 Prozent überdurchschnittlich viele Stimmen holen.

Bei den Wählerinnen und Wählern zwischen 35 und 44 Jahren gab es mit 31 Prozent ebenfalls eine hohe Zustimmung für die Partei, die laut den Hochrechnungen von ZDF und ARD vom Abend die Wahl mit 24,9 bis 25,3 Prozent gewann. Am wenigsten Zustimmung bekam die Linke von den über 70-Jährigen mit 14 Prozent.

Weniger groß waren die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während Frauen zu 27 Prozent die Linke wählten, waren es bei den Männern der Analyse zufolge 23 Prozent. Mit Blick auf die Berufsgruppen konnte die Partei bei Angestellten (29 Prozent) und Selbstständigen (26 Prozent) am meisten punkten. Arbeiterinnen und Arbeiter wählten mehrheitlich (29 Prozent) die AfD, und bei Rentnerinnen und Rentnern lag die CDU vorn (29 Prozent).

Rund 75.000 Stimmen bekam die Linke von bisherigen Nichtwählerinnen und Nichtwählern. Etwa 51.000 Wahlberechtigte wanderten von den Grünen zu der Partei. Die SPD verlor 36.000 Wählerstimmen an die Linkspartei und die CDU rund 14.000.

Für die Wählerinnen und Wähler waren die hohen Mieten laut Forschungsgruppe Wahlen das wichtigste Thema bei der Landtagswahl. Der Linken wird dabei die höchste Kompetenz zugewiesen, heißt es in einer Erhebung für das ZDF.

Verwendete Quellen: dsc/bho/rts/AFP