„Vier minus drei”Zwischen Trauer und Mut – Barbara Pachl-Eberhart verlor ihre ganze Familie
Sie ist mehr als eine „Trauernde”.
Es ist der 20. März 2008, als Barbara Pachl-Eberhart auf einen Schlag ihre gesamte Familie verliert. Ihr Mann und ihre beiden Kinder werden in einem Kleinbus von einem Zug erfasst. Die junge Witwe findet ihren ganz eigenen Weg, damit umzugehen.
Mann und Kinder verlieren ihr Leben am selben Tag
„Trauernde trinken Cola. Auch Trauernde machen sich Sorgen um ihre Frisur, wir sind ganz normale Menschen, auch wenn das Schicksal uns eins über die Rübe haut”, sagt Barbara Pachl-Eberhart. An einem Bahnübergang im kleinen Ort Takern in der Steiermark wurde ihre gesamte Familie – ihr Mann Helli, der sechsjährige Thimo und die dreijährige Fini – mit einem Schlag ausgelöscht.
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Mit 120 Kilometern pro Stunde rast ein Zug in den Kleinbus, wohl, weil der Vater das Lichtsignal übersehen hat. Barbara Pachl-Eberhart ist nicht mit dabei, sie ist an diesem Morgen als Clownin in einem Krankenhaus unterwegs.
Witwe schreibt ein Buch über ihr Schicksal
Auch ihr Ehemann arbeitet als Clown. Statt einer traditionellen Beerdigung lässt sie ein Clownsfest mit Musik und Tanz am Grab veranstalten. Das zeigt jetzt auch der Film „Vier minus drei”, in dem das Leben und Schicksal der Österreicherin dargestellt wird.
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Schon bald nach dem Unglück beginnt sie, ein Buch zu schreiben. Über den Tag, an dem von VIER Familienmitgliedern nur EINES übrig blieb. Bis heute ist sie aber mehr als eine „Trauernde”. Ihr und vielen anderen Menschen hilft es, zu lachen. Noch immer arbeitet sie als Clownin und hat auch eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin absolviert.
Wie sehr ihr die rote Nase bei der Verarbeitung ihres Schicksals geholfen hat, und wofür sie heute noch dankbar ist – das erzählt Barbara Pachl-Eberhart oben in unserem Video.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


