Sommerpause im Prozess gegen Gina H. endet  Zurück bei Gericht – warum Fabians (†8) Mutter Dorina L. besonders aufgewühlt ist

Fabians Mutter Dorina L. (rechts) mit ihrer Nebenklagevertreterin Christine Habetha
Fabians Mutter Dorina L. ist am ersten Prozesstag nach der Sommerpause im Fabian-Prozess wieder dabei.
RTL

Rund vier Wochen hatte sie zum Durchatmen.  
Am 6. August sitzt Dorina L. wieder in Schwarz gekleidet im Gerichtssaal. Die Verhandlung gegen Gina H., die beschuldigt wird, Dorinas Sohn Fabian getötet zu haben, läuft weiter. Die trauernde Mutter nimmt neben ihrer Anwältin Christine Habetha Platz und geht mit ihr nochmal die Unterlagen durch, bevor die Verhandlung beginnt.

Auch Dorina L.s Mutter soll noch aussagen

Die Prozessunterbrechung habe Dorina L. gut getan, erklärt ihre Anwältin im RTL-Interview. „Die Pause war dazu da, mal Luft zu holen”, sagt Habetha. Sie hätten ein bisschen Zeit gehabt, sich die Beweislage erneut anzuschauen. Doch jetzt, wo der Prozess wieder weitergeht, kehre bei Dorina L. auch die Aufregung zurück.

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Besonders der 7. August sei ein wichtiger Tag. „Die Aufregung ist etwas da, weil morgen wird ihre Mutter gehört”, weiß die Anwältin. Fabians Oma habe sich darauf vorbereitet und werde wichtige Dinge aussagen können. „Zu Fabians Befindlichkeiten im August, September. Wie er seinen Vater wiedergefunden hat, wie sie zueinander gefunden haben”, zählt sie auf. „Diese Aussage halte ich im Hinblick auf die Motivationslage der Angeklagten für außerordentlich bedeutsam”, meint Habetha. Doch auch das lässt bei Fabians Mutter die Anspannung steigen.

Förster ist sich sicher: Gina H. war in der Nähe des Tatorts

Am 6. August sind noch andere Zeugen geladen. Zuerst sagt Förster Frank K. (59) vor dem Landgericht Rostock aus. Er bestätigt, dass Gina H. am Tag von Fabians Verschwinden ganz in der Nähe des Leichenfundorts gewesen sein muss. Ein Foto, das die Angeklagte am 10. Oktober um 11.19 Uhr an ihren Bekannten Christian D. verschickt hat, zeigt einen Waldweg und Ginas Hund.

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Der Förster K. weiß genau, wo das Bild aufgenommen wurde. Denn der Weg liegt in seinem Revier. Das Gelände sei „für einen Pkw nicht zu empfehlen”, erklärt er. Von dem Waldweg bis zu dem Tümpel, an dem Fabians Leiche gefunden wird, brauche man „fünf bis sieben Minuten mit dem Auto”. Frank K. schätzt, dass man zu Fuß eine halbe Stunde bräuchte.

Fortsetzung im Prozess wegen Mordes im Fall Fabian
Die Angeklagte Gina H. betritt den Verhandlungssaal des Landgerichts Rostock zur Fortsetzung im Verfahren wegen Mordes im Fall Fabian.
dpa, Danny Gohlke/dpa, Danny Gohlke
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Gerichtssaal 40 Minuten vor Verhandlungsbeginn brechend voll

Das Interesse an dem Prozess um den getöteten Fabian ist ungebrochen. Vor dem Termin bildet sich eine lange Schlange vor dem Gerichtsgebäude. Schon um 8.49 Uhr ist Einlassstopp am Landgericht in Rostock – der Saal ist längst voll, als um 9.30 Uhr die Verhandlung beginnt. Alle weiteren Besucher werden weggeschickt.

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Vermisster Fabian aus Güstrow lag tot an einem Tümpel

Am 10. Oktober 2025 verschwindet Fabian aus Güstrow spurlos. Tagelang suchen Einsatzkräfte nach dem Jungen. Dann meldet sich ausgerechnet Gina H. – die Ex seines Vaters – bei der Polizei. Sie will die verbrannte Leiche des Achtjährigen an einem Tümpel in einem abgelegenen Waldstück zufällig gefunden haben. Aber die Ermittler vermuten, dass sie Fabian getötet und am Leichenfundort zurückgelassen haben könnte.

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Anfang November wird sie festgenommen und muss sich seit dem 27. April vor Gericht verantworten. Ihr mögliches Motiv laut Staatsanwaltschaft: Gina H. habe mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater beenden wollen und gehofft, die Beziehung mit ihm fortsetzen zu können. Die Angeklagte schweigt weiterhin beharrlich zu den Vorwürfen. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche