Jetzt erhebt sie schwere Vorwürfe„Mama, lass unsere Hände nicht los” – Mutter verliert ihre Kinder bei Zypern-Fährunglück

Fährunglück vor Zypern
Das Fährunglück vor Zypern hat nicht nur mindestens acht Menschen das Leben genommen. Es werden noch zahlreiche Passagiere vermisst – darunter auch zwei Kinder einer Mutter.
IMAGO/Anadolu Agency

Ihre Kinder flehen sie an, ihre Hände nicht loszulassen.
Doch als die Fähre „Filo Jet” am 30. August 2026 vor Zypern sinkt, wird genau dieser Albtraum wahr: Im Chaos entgleiten einer Mutter ihre zwölfjährige Tochter und ihr neunjähriger Sohn. Seitdem fehlt von den beiden jede Spur. Unter Tränen schildert die Mutter jetzt die dramatischen letzten Momente mit ihren Kindern – und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Crew.

„Filo Jet”-Fähre kentert vor Zypern – Mutter entgleiten die Hände ihrer Kinder

Es muss ein unvorstellbarer Moment für die Mutter sein. Mitten im Fährunglück vor Zypern versucht sie, ihre zwölfjährige Tochter und ihren neunjährigen Sohn festzuhalten. Um sie herum kämpfen Passagiere ums Überleben, Menschen steigen übereinander, Gepäckstücke fallen durch das Schiff. Der Boden sei durch ausgelaufenen Treibstoff extrem rutschig gewesen.

„Mama, lass unsere Hände nicht los“, zitiert die verzweifelte Mutter das Flehen ihrer eigenen Kinder im Interview mit dem türkischen Sender NTV, wie dpa berichtet. Doch dann passiert genau das, wovor sie solche Angst haben. „Meine Tochter ist mir aus den Händen entglitten. Ich konnte sie nicht halten“, erzählt die Frau unter Tränen. Die Hand ihrer Tochter sei ihr entglitten, als ein Koffer auf die Familie gefallen sei.

Seitdem fehlt von den beiden Kindern jede Spur.

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„Verdammt sollen sie sein” – Mutter fürchtet, dass ihre Kinder noch im Wrack sind

Die Hoffnung auf ein Wiedersehen wird von einer schrecklichen Befürchtung überschattet: Die Mutter glaubt, dass ihre Tochter und ihr Sohn im Inneren der „Filo Jet“ eingeschlossen sein könnten. Rettungswesten hätten die Kinder nicht getragen.

Gleichzeitig erhebt sie schwere Vorwürfe gegen die Besatzung. Schon vor dem Untergang sollen Passagiere auf Wasser am Boden des Schiffes aufmerksam gemacht haben. Ein Crewmitglied habe die Warnung ihrer Darstellung zufolge jedoch nicht ernst genommen und gefragt, ob sie noch nie mit dem Meer in Berührung gekommen seien. „Verdammt sollen sie sein!“, sagt die Mutter. Ob die Besatzung tatsächlich Fehler gemacht hat, ist bislang nicht geklärt.

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Die Eltern und ein weiterer, zehnjähriger Sohn überlebten das Unglück. Die zwölfjährige Tochter und der neunjährige Junge werden dagegen weiterhin vermisst.

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Zurück bleibt ein Wrack, das heute rund 500 Meter unter der Wasseroberfläche liegt – und eine erschütternde Bilanz: Mindestens acht Menschen sterben, 18 werden weiterhin vermisst. Für die große Mehrheit der rund 260 Menschen an Bord endet das Drama dagegen mit der Rettung.

Verwendete Quellen: dpa