Familien-TragödieEr tötete seine Mutter – 19-Jähriger kommt in Psychiatrie

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Wegen zu langsamer Arbeit der Strafverfolger musste in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen nur ein mutmaßlicher Straftäter aus der Untersuchungshaft freigelassen werden. (zu dpa: «Nur ein Beschuldigter wegen langsamer Behördenarbeit frei») +++ dpa-Bildfunk +++
Das Landgericht Essen stellte fest, dass der Verurteilte zum Tatzeitpunkt vermindert schuldfähig war.
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Im Juni 2025 schlägt und sticht ein junger Mann in Gelsenkirchen auf seine eigene Mutter ein. Anschließend harrt er noch zwei Tage mit ihrer Leiche in der gemeinsamen Wohnung aus. Ins Gefängnis muss der 19-Jährige jedoch nicht.

Ein 19-Jähriger ist vom Landgericht Essen wegen Mordes an seiner Mutter verurteilt worden. Das Gericht ordnete die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus an, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der 19-Jährige war demnach vermindert schuldfähig.

Laut Anklage tötete er seine schlafende Mutter im Juni 2025 mit einer Axt und einem Dolch. Demnach soll der 19-Jährige bereits seit 2021 geplant haben, seine Mutter zu töten, mit der er in einer Wohnung in Gelsenkirchen lebte.

Am Abend der Tat sei er in ihr Schlafzimmer gegangen, habe mit der Axt auf ihren Kopf eingeschlagen und ihr anschließend mit einem Dolch in den Rücken gestochen.

Nach der Tat soll der Angeklagte noch zwei Tage mit der Leiche in der Wohnung verbracht haben, bevor er sich der Polizei stellte. Das Urteil fiel bereits am Montag, wie nun bekannt wurde. Es ist aber noch nicht rechtskräftig.

Verwendete Quellen: lar/AFP