Gebäude eingestürzt, viele verletztKolumbien bebt! Horror-Erdbeben reißt 20 Menschen in den Tod

Anwohner und Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer eines eingestürzten Gebäudes, nachdem ein Erdbeben die kolumbianische Stadt Cali erschüttert hat. +++ dpa-Bildfunk +++
Anwohner und Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer eines eingestürzten Gebäudes, nachdem ein Erdbeben die kolumbianische Stadt Cali erschüttert hat.
picture alliance/dpa/AP / Santiago Saldarriaga

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Das Epizentrum liegt im Westen - doch in mehreren Städten werden Schäden an Gebäuden und Verletzte gemeldet. Mittlerweile auch Dutzende Tote.

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien erschüttert. Nach Angaben mehrerer Bürgermeister sind mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen. Allein in der westkolumbianischen Stadt Pereira sprach der Bürgermeister Mauricio Salazar im Radiosender Caracol von mindestens 18 Toten in seiner Gemeinde. Darüber hinaus gab es Verletzte und teils schwere Gebäudeschäden auch in anderen Regionen.

Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im westkolumbianischen Departamento Chocó, wie der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mitteilte. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von 96 Kilometern. Die Erschütterungen waren unter anderem in den Städten und Gemeinden wie Bogotá, Medellín, Cali und Manizales zu spüren, wie mehrere Medien berichteten. In Cali seien Teile von Gebäudefassaden beschädigt worden, in Manizales habe ein Turm der Kathedrale Schäden erlitten.

Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) gab die Tiefe mit 107 Kilometern an und damit etwas tiefer als der Kolumbianische Geologische Dienst. In der Hauptstadt des Departamentos Chocó, Quibdó, wurden nach Angaben der Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba mehrere Menschen verletzt und Gebäude schwer beschädigt. „Uns bereiten die Nachbeben Sorgen“, schrieb Córdoba auf X.

Der erst kürzlich vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella ordnete die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabs in San José del Palmar an. Dieser soll die Maßnahmen zur Bewältigung der Schäden und die Hilfe für Betroffene koordinieren. Zudem forderte der Präsident einen detaillierten Bericht über die Lage und den dringendsten Hilfsbedarf. De la Espriella kündigte an, persönlich nach Pereira zu reisen. Kurz nach dem Hauptbeben registrierte der Kolumbianische Geologische Dienst zudem ein Nachbeben der Stärke 4,6 im ebenfalls im Departamento Chocó gelegenen Nóvita.

Verwendete Quellen: ses/dpa/AFP