Nach Zoo-Drama in EnglandKind (3) in Krokodilgehege geworfen – Eltern finden bewegende Worte

Für sie ist der Albtraum noch lange nicht vorbei.
Mehr als zwei Wochen nach der schweren Krokodil-Attacke in einem Zoo in England kämpfen die Eltern ihres dreijährigen Sohnes weiter an seiner Seite. In einem britischen Zoo soll das Kind von einem Mann in ein Krokodilgehege geworfen worden sein. Jetzt melden sich seine Eltern mit einem emotionalen Update – und richten bewegende Worte an ihre Unterstützer.
Dreijähriger muss weitere Operationen überstehen
Der kleine Junge, der am 18. Juni im Tierpark „Johnsons of Old Hurst“ in der englischen Grafschaft Cambridgeshire von einem Krokodil schwer verletzt wurde, befindet sich weiterhin im Krankenhaus. Wie seine Eltern auf einer Spendenseite mitteilen, musste ihr Sohn inzwischen bereits fünf Operationen über sich ergehen lassen.
Mindestens zwei weitere Eingriffe stehen ihm noch bevor. Die vergangenen Wochen seien von großer Unsicherheit geprägt gewesen. „Wir leben nun schon seit zwei Wochen im Krankenhaus“, schreiben die Eltern. Auch der weitere Weg sei ungewiss: Die Rehabilitation werde Monate dauern und sei „kein kurzer Prozess“.
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Bereits kurz nach dem Unglück hatte die Polizei erklärt, der Junge befinde sich im Addenbrooke’s Hospital in Cambridge in einem stabilen Zustand.
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Große Spendenbereitschaft nach Zoo-Unglück
Für die Familie wurde nach dem Vorfall eine Spendenseite eingerichtet. Mehr als 25.000 Pfund sind inzwischen zusammengekommen. Das Geld hilft den Eltern, während der langen Zeit im Krankenhaus auf Einkommen verzichten zu können.
„Wir sind unglaublich dankbar für die Großzügigkeit aller. Wir können euch gar nicht genug dafür danken, dass ihr unsere Familie in dieser schrecklichen Zeit unterstützt habt“, schreiben sie.
Ein Teil der Spenden solle künftig auch die weitere Rehabilitation ihres Sohnes finanzieren. Außerdem wolle die Familie dem Krankenhaus etwas zurückgeben, das sie in den vergangenen Wochen intensiv begleitet habe.
Zoo bedankt sich bei Helfern
Auch der Zoo äußerte sich erneut zu dem Vorfall. In einem Beitrag in den sozialen Medien lobten die Betreiber die Menschen, die dem Jungen unmittelbar nach dem Unglück geholfen hatten.
Demnach sei das Kind innerhalb weniger Minuten aus dem Krokodilgehege gerettet und noch vor Ort erstversorgt worden. Die Betreiber bedankten sich ausdrücklich bei Rettungskräften sowie bei mehreren Besuchern – darunter auch Sanitäter und Polizisten, die an diesem Tag eigentlich nicht im Dienst gewesen seien. Ihr schnelles Eingreifen habe entscheidend geholfen.
Das Tropenhaus mit den Krokodilen war nach dem Vorfall vorübergehend geschlossen worden, inzwischen aber wieder geöffnet.
Ermittlungen gegen Tatverdächtigen dauern an
Die Hintergründe des Vorfalls beschäftigen die Ermittler weiter. Nach Angaben der Polizei war ein 30-jähriger Mann festgenommen worden. Er steht im Verdacht, den Dreijährigen in das Krokodilgehege geworfen zu haben. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.
Der Mann wurde später gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei erklärte, er sei zunächst als nicht vernehmungsfähig eingestuft worden. Die Ermittlungen dauern an.


