Überraschende Wende auf ZypernSohn (2) fällt im Familienurlaub aus Hotelfenster und stirbt – Vater bekennt sich schuldig

Paphos in Zypern bei Sonnenuntergang
Ein tragischer Todesfall hat im Juli Paphos erschüttert. (Symbolbild)
IMAGO / Wirestock

Vater erklärt sich schuldig.
Im Juli endet der Familienurlaub für einen Zweijährigen tödlich, nachdem er aus dem Fenster im vierten Stock eines Hotels fällt. Kurz nach dem tragischen Unglück wird der Vater des Jungen festgenommen. Nun hat sich der 37-Jährige schuldig bekannt.

Zweijähriger stürzt aus viertem Stock und stirbt

Joshua F. (37) macht im Juli mit seiner Familie Urlaub im King Evelthon Beach Hotel and Resort in Paphos auf Zypern. An einem Abend wartet er Medienberichten zufolge zusammen mit seinem zweijährigen Sohn im vierten Stock des Hotels auf den Aufzug, als es zu dem tragischen Unglück kommt und der Zweijährige aus einem Fenster neben dem Aufzug stürzt und stirbt.

Wie es dazu kommen konnte, ist umstritten. The Sun schreibt, dass der Vater angegeben habe, sein Kind auf ein Fensterbrett neben einem Aufzug gesetzt zu haben, während er darauf wartete, im Hotelrestaurant zu Abend zu essen. Eine andere Version besagt laut des Berichts, dass Joshua F. seinen Sohn vor dem Sturz hin und her geschwungen habe, der Vater dies jedoch bestreite. Ermittler hätten in jedem Fall angegeben, dass er nicht gewusst habe, dass das Fenster geöffnet war.

Verfahren sollte eingestellt werden – doch der Antrag wird abgelehnt

Eigentlich hatte der Anwalt des Vaters, Alexandros Alexandrou, den zyprischen Generalstaatsanwalt gebeten, das Verfahren aus humanitären Gründen einzustellen, schreibt The Sun. Sky News erklärt jedoch, dass dieser Antrag mit der Begründung abgelehnt worden sei, dass das Verfahren im öffentlichen Interesse fortgesetzt werden müsse.

Nun hat sich Joshua F. vor dem Gericht auf Zypern der fahrlässigen Tötung durch eine unüberlegte, rücksichtslose oder gefährliche Handlung schuldig bekannt. Das berichten am Dienstag (22. September) verschiedene britische Medien. Am 5. Oktober stehe der nächste Verhandlungstag an.

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Joshua F. drohen bis zu vier Jahre Gefängnis

Zuletzt hatte man es Joshua F. gestattet, gegen eine Kaution von 25.750 Pfund (etwa 30.000 Euro) in seine Heimat Großbritannien zu fliegen, um an der Beerdigung seines Sohnes teilzunehmen.

Vor Gericht wird es nun um das Strafmaß gehen, das den zweifachen Vater erwartet. Laut Sky News drohe Joshua F. im schlimmsten Fall eine vierjährige Gefängnisstrafe, mindestens aber eine Geldstrafe. Wie sein Anwalt erklärt habe, könne eine Haftstrafe nur dann auf Bewährung verhängt werden, wenn diese nicht mehr als drei Jahre betrage.

Verwendete Quellen: The Sun, Sky News