Modernste Analyse brachte die WendeNach 32 Jahren! DNA-Test führt zu Festnahme im Mordfall

undatierte Aufnahme - Der Büroraum des Discounters Lidl . Aus diesem Tresor raubten die Täter mehrere tausend Mark. Nach fast 32 Jahren rollt die Kriminalpolizei einen ungelösten Raubmord in St. Tönis neu auf. (zu dpa: «Cold Case: Ermittler rollen Raubmord im Lidl auf») +++ dpa-Bildfunk +++
Aus diesem Tresor raubten die Täter mehrere tausend D-Mark.
picture alliance/dpa/Polizei Mönchengladbach

In Nordrhein-Westfalen rollt die Polizei einen ungelösten Raubmord nach mehr als drei Jahrzehnten neu auf. Moderne Analysemethoden helfen bei der Beweisführung. Nun sitzt ein Verdächtiger in Untersuchungshaft.

Fast 32 Jahre nach dem Raubmord an einer Lidl-Filialleiterin im niederrheinischen St. Tönis haben die Ermittler einen damaligen Ladendetektiv als Mordverdächtigen festgenommen. Der inzwischen 59-Jährige habe sich in seiner Wohnung in Krefeld widerstandslos festnehmen lassen und schweige zu den Vorwürfen, teilten die Ermittler in Mönchengladbach mit. Mit modernen Analysemethoden war es gelungen, seine DNA an Spuren von der Kleidung des Opfers nachzuweisen.

Die Täter waren am 25. Januar 1995 gegen 8.30 Uhr in die Lidl-Filiale in St. Tönis eingedrungen, in der die Filialleiterin Sonja K. gerade mit dem Einräumen der Ware beschäftigt war. Die 24-Jährige war mit Klebeband gefesselt und erdrosselt worden. Sie wurde von einer Kollegin leblos in den Toilettenräumen der Filiale entdeckt, mit Klebeband über dem Mund, die Hände auf den Rücken gefesselt. Aus dem Tresor waren mehrere tausend D-Mark geraubt worden.

Der Beschuldigte, ein in Deutschland geborener Italiener, sitzt seit vergangener Woche unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Er war bis einige Monate vor der Tat als Ladendetektiv in der Filiale eingesetzt. Die Polizei geht von weiteren Tätern aus. Der Schlüsselbund der Getöteten, an dem der Schlüssel für den Tresor hing, ist weiter verschwunden.

Verwendete Quellen: csi/dpa