Dramatische Rettung in NorwegenDeutscher Reisebus verunglückt – Helfer schlagen Scheiben mit Hammer ein

Rund 30 deutsche Urlauber an Bord!
Schock für eine deutsche Reisegruppe in Norwegen! Auf der E6 im mittleren Teil des Landes – knapp 300 Kilometer nördlich von Trondheim – ist ein mit rund 30 Touristen besetzter Reisebus umgekippt. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Helfer müssen sich Zugang zum Bus verschaffen
Ein deutscher Reisebus liegt auf der Seite, überall sind Rettungskräfte im Einsatz. Der Unfall ereignet sich auf der E6 in der Gemeinde Namsskogan in der norwegischen Region Trøndelag. Nach Angaben der Polizei befanden sich rund 30 deutsche Touristen an Bord. Feuerwehr, Rettungsdienst und freiwillige Helfer kümmern sich vor Ort um die Insassen.
Augenzeugen, die unmittelbar nach dem Unglück eintreffen, müssen laut dem norwegischen Rundfunksender NRK sogar mit einem Hammer Scheiben einschlagen, um in den Bus zu gelangen und helfen zu können. Eine der Ersthelferinnen beschreibt die Situation kurz nach dem Unfall als „etwas chaotisch“. Sie habe sich um vier Menschen gekümmert, die am schwersten verletzt wirkten. Inzwischen ist sie vor allem erleichtert: „Es ist sehr, sehr gut ausgegangen.“
Polizei gibt vorsichtige Entwarnung
Zunächst ist unklar, wie schwer die Folgen des Unfalls sind. Später erklärt die Polizei gegenüber NRK, nach aktuellem Stand gebe es keine Schwerverletzten. Mehrere Menschen hätten jedoch leichtere Verletzungen erlitten. Wie viele genau betroffen sind, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Neben einem Rettungshubschrauber vor Ort wurden zunächst weitere Hubschrauber aus Bodø und Ørland alarmiert, wobei die Maschine aus Bodø später wieder umkehrte.
Der Reisebus war dem Bericht zufolge aus nördlicher Richtung unterwegs und kippte in einer leichten Kurve um. Warum, ist noch ungeklärt. Nach bisherigen Erkenntnissen war kein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt. Die E6 musste zunächst komplett gesperrt werden, später konnte eine Fahrspur wieder geöffnet werden.
Die Gemeinde Namsskogan richtete einen Krisenstab ein und schickte einen Bus zur Unfallstelle, um die weniger verletzten und unter Schock stehenden Reisenden in ein kommunales Betreuungszentrum zu bringen. Dort soll sich auch ein psychosoziales Team um die deutschen Urlauber kümmern.
Verwendete Quellen: NRK


