Heißes AngebotBahn bietet kostenlose Stornierung für Hitze-Tage an

Passagiere warten am 11.06.2014 an einem Gleis am Berliner Hauptbahnhof auf einen Zug. Nach Hitzegewittern in Deutschland sind noch mehrere Bahnstrecken unterbrochen. Foto: Daniel Naupold/dpa
Für die Bahn bietet erstmals eine sogenannte Hitze-Sonderkulanz an. (Symbolbild)
picture alliance / dpa, Daniel Naupold

Die Hitze wird zur Belastungsprobe!
In diesen Tagen ist es wieder heiß, am Wochenende möglicherweise mehr als 40 Grad. Der Konzern kommt den Reisenden nun entgegen. Wer angesichts der erwarteten Hitze in der zweiten Wochenhälfte eine geplante Bahnreise nicht antreten will, kann diese nun kostenfrei stornieren.

Auch Spar- und Supersparpreis stornierbar

Die Deutsche Bahn bietet erstmals eine sogenannte Hitze-Sonderkulanz an, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. „Wer seine Reise bei dieser Extremwetterlage nicht antreten möchte, bekommt sein Geld zurück.”  Die Möglichkeit gilt demnach für Tickets für eine Fernverkehrsreise bis einschließlich 30. Juni, die bis zum 23. Juni gekauft wurden. Das umfasse auch Spar- und Supersparpreis-Tickets.

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Fahrgäste mit digitaler Fahrkarte können diese den Angaben der Bahn zufolge online stornieren. Wer mit analogem Ticket unterwegs ist, kann sich an eine DB-Verkaufsstelle vor Ort wenden. „Wir empfehlen dringend, bei der Reiseplanung die amtlichen Hitze-Warnungen zu beachten”, teilte die Bahn weiter mit. „Allen, die in dieser extremen Wetterlage auf ihre Fahrt verzichten können, legen wir die Sonderregelung zur Stornierung nahe.”

Strecken-Technik leidet unter Hitze

Die hohen Temperaturen sind auch für die Bahn eine Belastung. Zwar sind die Zeiten vorbei, in denen die Klimaanlagen in den Fernzügen bei großer Hitze öfter ausfielen. Die Technik in der deutlich verjüngten Flotte funktioniert inzwischen auch bei großer Hitze.

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Anfälliger ist dafür die Infrastruktur der Bahn. Weichen sowie Leit- und Sicherheitstechnik können bei den hohen Temperaturen und stundenlanger direkter Sonneneinstrahlung Schaden nehmen. Das kann zu weiteren Problemen auf dem ohnehin stark störanfälligen Netz der Bahn führen.

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Zudem steigt das Risiko für Böschungsbrände, die ebenfalls Schaden anrichten können. Außerdem können Starkregen, Gewitter und Sturmböen ebenfalls zu Problemen führen. Schon im Sommer des vergangenen Jahres kam es bei großer Hitze im Juni und im Juli zu Weichendefekten und in der Folge zu Zugausfällen und Verspätungen. Erneute Einschränkungen aufgrund der Hitze sind nicht auszuschließen. (okr)

Verwendete Quellen: dpa