„Muss aufpassen, was ich sage!“Wegen Bahn-Chaos – TUI-Chef rät Kunden, vier Stunden vor Abflug am Airport zu sein

Die Bahn wird immer mehr zum Risiko-Faktor!
Einen Tag nach dem bundesweiten Bahn-Chaos mit teils massiven Ausfällen hat sich TUI Deutschland-Chef Benjamin Jacobi zu den Folgen der Bahn-Probleme für Urlauber geäußert. Bei der Vorstellung des TUI-Sommerprogramms in Berlin sagte er auf RTL-Nachfrage, Reisende sollten bei der Anreise zum Flughafen großzügige Zeitpuffer einplanen.
Bei den Sommerzielen der TUI kommt die DB-Frage
Auslöser der Nachfrage war die Mega-Störung bei der Deutschen Bahn am Dienstag. Zeitweise kam der Fernverkehr auf wichtigen Strecken vollständig zum Erliegen, zahlreiche Reisende mussten erhebliche Verspätungen in Kauf nehmen. Für Urlauber mit gebuchten Flügen kann so etwas schnell zum Problem werden.
Auf die Frage nach dem Austausch mit der Bahn und möglichen Empfehlungen für Reisende antwortete Jacobi zunächst scherzhaft: „Na, da muss ich aufpassen, was ich hier sage.“ Schließlich gebe es „nicht so viele Bahnanbieter in Deutschland“. Die Bahn kenne ihre Herausforderungen selbst „ziemlich gut“.
Bahn bleibt erste Wahl – aber mit Zeitpuffer

Trotz der aktuellen Probleme hält Jacobi die Bahn weiterhin für ein sinnvolles Verkehrsmittel auf dem Weg zum Flughafen. „Für uns bleibt die Bahn ein präferiertes Anreisemittel zum Flughafen, allemal besser als mit dem eigenen Auto fahren und dann auch zwei Wochen Parkgebühren bezahlen“, sagte der TUI-Deutschlandchef.
Gleichzeitig appellierte er an Urlauber, deutlich mehr Zeit einzuplanen. Sein Rat: „Bitte das entsprechend einplanen.“ Wer darauf setze, erst kurz vor dem Abflug am Flughafen einzutreffen, gehe ein Risiko ein. „Möglichst vielleicht dann doch schon so einplanen, dass man mal irgendwie drei, vier Stunden vorher am Flughafen ist und dann lieber da noch entspannt einen Kaffee trinken“, so Jacobi.
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„Sagen Sie dem Piloten, er soll warten!“
Dabei gehe es nicht nur um mögliche Probleme bei der Bahn. Auch Staus, gesperrte Autobahnen oder andere Verkehrsbehinderungen könnten die Anreise erschweren. Dass viele Reisende ihre Anreise dennoch zu knapp kalkulieren, erlebt TUI nach Angaben von Jacobi regelmäßig.
Jacobi auf RTL-Nachfrage: „Es passiert regelmäßig, dass auf unseren Hotlines angerufen wird, so nach dem Motto: Sagen Sie bitte dem Piloten, der muss doch warten. Ich komme etwas später.“ Doch daraus werde in der Regel nichts. „Das klappt, was unsere Flugverbindungen betrifft, nicht so gut“, sagte Jacobi. Flugzeuge könnten nicht auf verspätete Passagiere warten.
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Verpasster Flug sorgt für Frust
Rechtlich beginne die Pauschalreise für Kunden erst am Flughafen. Die Anreise dorthin liege grundsätzlich in der Verantwortung des Reisenden. Für die Zufriedenheit der Urlauber spielt diese Unterscheidung allerdings kaum eine Rolle. „Der Kunde ist genervt“, sagte Jacobi. Ob die Ursache bei der Bahn, der Airline oder dem Reiseveranstalter liege, sei vielen Betroffenen am Ende egal. Entscheidend sei, dass die Reise möglichst reibungslos startet.
Mit Blick auf die bevorstehende Urlaubssaison hofft der TUI-Chef deshalb auf weniger Probleme im Verkehrssystem: „Drücken wir uns weiter die Daumen, dass uns diese größeren Streikwellen oder Bahnausfälle irgendwie erspart bleiben.“
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche































