Mysteriöser Fall aus Essen bei „Aktenzeichen XY”Cold Case Lieselotte Hohlmann neu aufgerollt – wer hat die Millionärs-Gattin ermordet?

In ihrer eigenen „Festung” erschlagen!
Vor fast drei Jahrzehnten wird die Millionärs-Gattin Lieselotte Hohlmann im Alter von 78 Jahren in ihrem Haus in Essen getötet – bis heute ist der Täter unbekannt und mit ihm sind besondere Notizen verschwunden. Nun wird der Cold Case am Mittwoch (29. Juli) bei „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ erneut aufgerollt – die Polizei hofft auf neue Hinweise. Wir verraten, was den Fall so mysteriös macht.
Hat Lieselotte Hohlmann ihrem Mörder selbst die Tür geöffnet?
Die wohlhabende und alleinstehende Seniorin Lieselotte Hohlmann wird 1997 in ihrem Anwesen im Essener Stadtteil Burgaltendorf erschlagen. Nach Angaben der Polizei lebte sie zurückgezogen und galt als vorsichtig. In der entsprechenden Folge zum Cold Case im „Pottcast Ungelöst – der Krimi-Podcast der Polizei Essen” heißt es sogar, dass Frau Hohlmann so organisiert gewesen sei, „dass da nur an festen Tagen sie besucht werden durfte und dann auch zu gewissen Zeiten, weil sie da wirklich als sehr, sehr vorsichtig beschrieben wurde”.
Zudem habe das Anwesen der Millionärs-Gattin einer „Festung” geglichen. All das spreche für ein „sehr hohes Sicherheitsbedürfnis” der Ermordeten. Umso erstaunlicher, dass es keine Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen ins Haus der wohlhabenden Seniorin gab.
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Der Täter floh mit den Tagebüchern der Ermordeten
Brisant: Mit dem Täter seien Tagebücher des Opfers verschwunden. In diesen Büchern habe die Verstorbene zu ihren Lebzeiten „jeden Besuch und jedes Gespräch” festgehalten, schreibt das ZDF in einer Pressemitteilung.
Zudem habe nach der Tat „ein Spazierstock” gefehlt, heißt es im Podcast der Polizei, „der seitdem auch nicht mehr aufgefunden wurde”. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um das „Tatwerkzeug” handelt. Und drittens habe ein hoher Bargeldbetrag von mehreren Tausend D-Mark gefehlt, den Frau Hohlmann immer in ihrer Geldbörse gehabt habe.
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Trotz DNA-Spuren konnte der Täter nie überführt werden
Am Tatort konnten die Ermittler damals zwar DNA-Spuren sichern, die nach bisherigen Erkenntnissen vom Mörder stammen könnten. Doch den Täter konnte man damit bisher nicht überführen.
Mit dem erneuten Fernsehaufruf hoffen die Ermittler nun auf neue Hinweise – auch auf die Frage: Wem hätte Lieselotte Hohlmann möglicherweise freiwillig die Tür geöffnet?
Auch Personen, die bislang geschwiegen haben, könnten sich nach so vielen Jahren noch bei der Polizei melden. (mit dpa)
Verwendete Quelle: dpa, ZDF, Youtube/Pottcast Ungelöst

