Nach Hinrichtungs-DramaChrista Pike kann wieder sprechen und laufen – doch Folgen bleiben!

Christa Pike im Jahr 2007 vor Gericht
Christa Pike im Jahr 2007 vor Gericht (Archivbild).
J. Miles Cary/ Knoxville News Sentinel/USA TODAY NETWORK via REUTERS

Es ist eine unglaubliche Entwicklung!
Erst liegt sie bewusstlos am Beatmungsgerät, jetzt kann sie wieder ganze Sätze sprechen und zunehmend selbstständig gehen. Christa Pike (50) erholt sich nach ihrer gescheiterten Hinrichtung erstaunlich schnell. Doch ihr Anwalt warnt, dass die Folgen des dramatischen Vorfalls noch lange nicht absehbar sind.

Dauerhafte Schäden bei Crista Pike nach gescheiterter Hinrichtung?

Am 30. September soll Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Doch die Exekution scheitert. Die verurteilte Mörderin überlebt, liegt anschließend bewusstlos im Krankenhaus und muss künstlich beatmet werden. Inzwischen sind gut drei Wochen vergangen. Und die 50-Jährige macht erstaunliche Fortschritte!

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Wie es Christa Pike nach der gescheiterten Hinrichtung heute geht, berichtet das US-Promiportal TMZ unter Berufung auf einen ihrer Anwälte. Wie er erklärt, kann seine Mandantin mittlerweile wieder längere Strecken ohne fremde Hilfe gehen. Auch ihre Sprache habe sich deutlich verbessert. Pike könne sich wieder verständlicher ausdrücken und vollständige Sätze bilden.

Doch von einer vollständigen Genesung kann noch keine Rede sein. Ärzte beobachten weiterhin ihre geistige Verfassung und ihren psychischen Zustand. Laut ihrem Anwalt könnte es noch einen Monat oder länger dauern, bis sich abschätzen lässt, ob die gescheiterte Exekution dauerhafte Schäden hinterlassen hat.

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Nach der Hinrichtung ist Christa Pike zunächst bewusstlos

Wie dramatisch ihre Lage zeitweise ist, zeigt ein Blick zurück. Nach dem Hinrichtungsversuch am 30. September bringen Rettungskräfte die 50-Jährige in eine Klinik. Dort liegt sie zunächst bewusstlos und hängt an einem Beatmungsgerät. Ihre Arme sind stark geschwollen, weisen Verbrennungen und Blasen auf. Ärzte kämpfen darum, das tödliche Medikament aus ihrem Körper zu entfernen.

Dieses Foto wurde vom U.S. DISTRICT COURT zur Verfügung gestellt. Es zeigt die Hinrichtungsstätte in der neuen Hinrichtungskammer im Louisiana State Penitentiary
Christa Pike überlebte ihre Hinrichtung (Symbolbild).
U.S. DISTRICT COURT, Uncredited/U.S. DISTRICT COURT/d, Uncredited

Am 6. Oktober folgt die überraschende Wende: Pike erwacht aus ihrer Bewusstlosigkeit und kann wieder sprechen. Zuvor waren ihre Anwälte davon ausgegangen, dass sie möglicherweise hirntot sei. Allerdings ist Pike zu diesem Zeitpunkt noch stark verwirrt. Sie leidet unter Gedächtnisproblemen, einer Lungenentzündung und einem Blutgerinnsel im Arm. Zunächst kann sie ihre Gliedmaßen kaum bewegen.

Von ersten Schritten bis zur Rückkehr ins Gefängnis

Dann geht es plötzlich schnell. Bereits am 8. Oktober kann die 50-Jährige mit Unterstützung einige Schritte gehen. Sie kann wieder selbstständig essen und ihre Arme zunehmend bewegen. Am 10. Oktober verlässt sie schließlich das Krankenhaus und kehrt ins Gefängnis zurück. Dort erhält sie weiterhin medizinische Betreuung.

Ihr Anwalt hatte die körperlichen Fortschritte bereits gegenüber ABC News als bemerkenswert bezeichnet. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Pike geistig noch nicht wieder in ihrer früheren Verfassung sei und schwer unter den psychischen Folgen leide.

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Warum die Hinrichtung von Christa Pike scheiterte

Pike wurde 1996 wegen des brutalen Mordes an ihrer 19-jährigen Mitschülerin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Ende September soll das Urteil vollstreckt werden. Obwohl die Behörden ihr nach Angaben der Verteidigung zweimal das Hinrichtungsmittel Pentobarbital verabreichen, stirbt sie nicht.

Warum die Exekution scheitert, ist bislang nicht abschließend geklärt. Ihre Anwälte vermuten Probleme mit den intravenösen Zugängen. Tennessees Gouverneur Bill Lee hat weitere Hinrichtungen vorerst ausgesetzt und eine unabhängige Untersuchung angeordnet. Pikes Verteidiger kämpfen derweil dafür, ihre Todesstrafe in lebenslange Haft ohne Aussicht auf Bewährung umzuwandeln.

Verwendete Quellen: TMZ, New York Post, ABC, CBS