Airbus von Swiss bricht Start in Neu-Delhi abUPDATE: Neue Details zum dramatischen Zwischenfall auf Flug LX 147

Zwischenfall beim Start: Ein Triebwerk des Airbus A330 von Swiss-Flug LX147soll in Flammen aufgegangen sein. Das Foto zeigt das Flugzeug und die Evakuierung auf dem Airport Neu Delhi (Indien)
Zwischenfall beim Start: Ein Triebwerk des Airbus A330 von Swiss-Flug LX147 soll in Flammen aufgegangen sein
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Nur noch wenige Augenblicke, bis der riesige Airbus A330 von Swiss von der Startbahn in Neu-Delhi abheben wird, dann brechen die Piloten den Takeoff ab – und evakuieren das gesamte Flugzeug.
Für 232 Passagiere (darunter vier Kleinkinder) und 13 Crewmitglieder beginnen dramatische Minuten.

Lauter Knall, Notbremsung und Evakuierung: Das Drama auf Swiss-Flug LX147 von Neu-Delhi nach Zürich

Flug LX147 soll Samstagabend Ortszeit in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi starten. Das Ziel: Der Heimatflughafen der Fluggesellschaft Swiss (gehört zu Lufthansa) in Zürich. Die Piloten geben Schub, der Flieger wird immer schneller. Doch dann kommt es während des Starts zu einem dramatischen Zwischenfall. Es soll einen lauten Knall im linken Triebwerk gegeben haben, in Berichten ist von Explosion und Feuer die Rede.

Swiss-Sprecher Michael Pelzer sagt zu RTL.de: „Am 26. April um kurz nach 1 Uhr morgens indischer Ortszeit trat beim Start des Fluges LX147 in Delhi an einem Triebwerk ein Problem auf. Die Crew hat den Start abgebrochen und sich nach einer Situationsanalyse vorsorglich dazu entschieden, das Flugzeug zu evakuieren. An Bord befanden sich 228 Passagierinnen und Passagiere sowie vier Kleinkinder und 13 Crewmitglieder.”

Auf Videos ist zu sehen, wie die Notrutschen ausgelöst werden. Über sie bringen sich die meisten Menschen in Sicherheit. Swiss-Sprecher Michael Pelzer: „Vier Passagiere befinden sich weiterhin im Krankenhaus. Unsere Mitarbeitenden sind auch dort vor Ort und stehen ihnen eng zur Seite – so lange, wie es die Situation erfordert. Eine Flugbegleiterin hat sich ein gestauchtes Fußgelenk zugezogen. Die anderen Crewmitglieder sind wohlauf.”

Ein Passagier schildert den Ablauf im Portal Blick deutlich dramatischer. Passagier Tsering Margey (59) sagte: „Wir hörten einen lauten Knall.” Er vermutet, dass ein Triebwerk explodiert sein könnte. Nach dem Knall bremste der Flieger sofort ab. „Wir haben die Vollbremsung gespürt, dann standen wir still.” Dann sei in der Kabine das Licht ausgegangen. Etwa zehn Minuten sei es komplett still gewesen. Dann habe sich die Situation schlagartig geändert: „Als das Licht wieder anging und sie uns sagten, dass wir evakuieren müssen, dann ist Panik ausgebrochen.” Menschen seien umgeschubst worden.

Swiss: „Belastend und erschütternd”

Swiss verspricht bei RTL.de Aufklärung. Sprecher Michael Pelzer: „Wir setzen alles daran, die Hintergründe des Vorfalls umfassend aufzuklären. Dazu gehört insbesondere, was zum Triebwerksproblem geführt hat.” Bei dem Flugzeug handelt es sich nach RTL-Informationen um einen gut 14 Jahre alten Airbus A330.

Swiss bedauerte die entstandenen Unannehmlichkeiten nach eigenen Worten sehr. Airlines-Sprecher Michael Pelzer: „Uns ist bewusst, dass ein solches Ereignis für die betroffenen Menschen belastend und erschütternd sein kann. Unsere Teams stehen weiterhin in engem Austausch mit unseren Passagierinnen und Passagieren und unterstützen sie auch über die unmittelbare Situation hinaus. Die Sicherheit unserer Gäste und unserer Crew steht für uns immer an erster Stelle.”

Die Airline bucht die Passagiere nach eigenen Angaben jetzt auf andere Verbindungen um. Außerdem ist eine Spezialeinheit der Technik auf dem Weg nach Neu-Delhi.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Swiss, Blick