Jetzt entscheidet sich alles auf offener SeeRettungsflotte zieht den Wal Richtung Nordsee
Timmy ist auf dem Weg in die Freiheit!
Nach Wochen des Hoffens, Bangens und Festsitzens in der Ostsee zieht ihn eine kleine Flotte Richtung Nordsee. Doch noch immer ist unklar, ob der geschwächte Wal die Reise übersteht. Im Video berichtet unser RTL-Reporter direkt von der Küste Fehmarns über die aktuelle Lage.
Wal südöstlich von Fehmarn langsam in Richtung Nordsee
Der Schleppverband ist unterwegs. Laut einem Schiffs-Ortungsdienst befindet sich Timmys Rettungsflotte rund elf Kilometer südöstlich von Fehmarn. Es geht mit „sehr langsamer Geschwindigkeit” in Richtung der Insel, wie ein Sprecher der begleitenden Wasserschutzpolizei bestätigt. Mit nur etwa zehn km/h geht es voran. Schneller geht es nicht, damit Timmy in seinem schwimmenden Reisebett nicht verletzt wird. Die Barge ist an einer Seite offen und nur mit einem grünen Netz gesichert. So wird er ständig mit Frischwasser versorgt.
Lese-Tipp: Jubel um Timmy: Buckelwal ist im Lastkahn angekommen!

Noch Tage bis zur Freiheit
Angeführt wird die Mission inzwischen vom Forschungsschiff „Fortuna B”, das Timmy aktuell zeiht. Der bisherige Schlepper „Robin Hood” fährt direkt dahinter, die beiden Schiffe haben auf See gewechselt. Mit an Bord der „Fortuna B” sind Wal-Experten und Tierärzten. Über den Ortungsdienst „Vesselfinder” ist zu sehen, dass beide Schiffe eng zusammen bleiben. Offenbar steht am Mittwochmorgen (29. April) bereits die erste Kontrolle des Wals an.
Hier könnt ihr die live „Fortuna B” verfolgen!
Der Wal hat noch eine lange Reise vor sich: Es geht um die Nordspitze Dänemarks herum, durch das Skagerrak bis in die Nordsee. Nach Angaben von Felix Bohnsack, technischem Leiter der Wal-Initiative, ist nach rund drei Tagen ein Stopp im dänischen Skagen geplant. „Dann geht es weiter, Timmy soll zu einer Herde Buckelwale gebracht werden.”

Die große Sorge fährt mit
So groß die Hoffnung ist – auch die Angst bleibt. Experten hatten zuletzt gewarnt, dass sich der Gesundheitszustand des Wals verschlechtert habe. Timmy ist dünn und schwach. Niemand kann derzeit sagen, ob er die Reise überlebt. Die Experten zweifeln sogar daran, ob er später wieder frei im Meer leben kann. Sie vermuten, dass er vor seiner Strandung immer wieder das flache Wasser aufsuchte, weil er einfach keine Kraft mehr hatte. Ganz Deutschland drückt nun die Daumen, dass der Meeresriese den Weg zurück in die Freiheit findet. (nha)
Verwendete Quellen: dpa


